*** Aktuelle BTW21 Prognose (19.10.2017 07:46:12 CET): CDU/CSU 32.3, SPD 20.9, AFD 11.8, FDP 10.8, GRÜNE 9.8, LINKE 9.5 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Ende der Mittelmeer-Party

25.03.2013

Der Euro-Gruppen-Chef und niederländische Finanzminster Dijsselbloem preschte vor und sprach eine Warnung aus: Kämen Banken künftig ins Trudeln so sei die Hilfe der Euro-Zone nicht automatisch garantiert. Verstanden wird daraus: Gerade Länder mit einem stark ausgeprägtem Finanzsektor wie zum Beispiel Zypern sollte klare sein, dass deren Banken und Anleger mit ausgeprägter Neigung zu hohem Risiko sich zukünftig selber retten müssten. Die Börsen reagierten stark verschnupft und wurden zurück in die Realität von Rendite und Risiko geholt. Sie werden es in wenigen Tagen vergessen haben. […]

Athener Löcher II

24.09.2012

Nicht Europa und auch nicht Deutschland sind das Problem: Griechenland hat ein über mehr als 100 Jahre angehäuftes System- und Gesellschaftsproblem. Diese Erkenntnis bringt keinem Griechen jetzt sofort etwas zu essen. Aber deren Ignoranz verschlimmert die Situation immer mehr. Wir fassen zusammen: Die Politik Griechenlands macht es sich offenbar sehr einfach und schafft es dem Volk zu erzählen, dass Europa und insbesondere Deutschland an der griechischen Verschwendung Schuld wären. Da passt es ganz gut, dass man laut darüber nachdenkt, ob denn Deutschland nicht doch noch ein paar Milliarden für einen Krieg zahlen könne, der irgendwie schon vor fast 70 Jahre beendet wurde. Und von Deutschland auch schon längstens abgezahlt wurde. […]

Athener Löcher I

24.09.2012

Erneut wendet sich der Blick in Richtung Athen. Man glaubt, dass die jüngste Diskussion mit den vielen Milliarden Euros in Richtung Griechenland beendet sei. Man schöpft Hoffnung angesichts der gewagten EZB-Politik in den Verkauf von Staatsanleihen eingreifen zu wollen. Da tauchen aus Attika neue dunkle Wolken auf. Es sind wieder 31 Milliarden Euro, die im Haushalt fehlen. Wie durch Wunder sind neue Lücken aufgetaucht. Wieder wird der europäische Markt trotz der eigentlich geringen Anteile Griechenlands am europäischen Markt erschüttert. Es mag nun böse klingen, aber: Ist dieses antike Drama noch die Aufregung wert? Was nützt es dem europäischen Markt, immer wieder neue griechische Löcher zu stopfen, wenn in wenigen Monaten wieder neue unangenehme Überraschungen auftauchen? Kann man das Problem denn überhaupt lösen, ohne dass in wenigen Monaten wieder erneut Hiobs-Botschaften aus Südosteuropa folgen werden, die dann wieder neue Geldströme zur Ursache haben werden? […]

Cameron und sein Anti-Europa-Kurs

02.07.2012

Premier David Cameron nutzt die Wirtschafts-Krise in Europa schamlos aus. Sein Gastbeitrag im Sunday Telegraph ist das Manifest seiner insularen Ideologie. Seine Politik hat in Großbritannien zu keiner Verbesserung geführt. Im Gegenteil: Großbritannien sinkt tief ein in eine Rezession. Doch statt gegenzulenken kennt er nur einen einzigen Kurs, um von sich abzulenken: Europa und der Euro seien Schuld an dem britischen Problem. Er ist in diesem Punkt derart fanatisch geworden, dass man politikwissenschaftliche Parallelen mit Adolf Hitler und Nazi-Deutschland ziehen kann. Vereinfacht gesagt: Was bei Adolf Hitler die Juden und Kommunisten waren, das werden Europa und die Euro-Länder allmählich für Premierminister David (welch Ironie!) Cameron: Die Kapitulation vor und die Ausrede des eigenen Versagens. […]

Hollande in Not

02.07.2012

Gestern noch war der französische Präsident Hollande vergnügt dabei, junge Geschichte zu schreiben: Im Rucksack von Spanien und Italien half er, die deutsche Position in der Finanzkrise der europäischen Staaten zu schwächen. Ob es richtig war weiß er nicht. Dass es ein Fehler war, das weiß er seit heute. Die freien und unverantwortlich arbeitenden Banken dürfen sich nun am ESM frei bedienen. Gott sei Dank steht in Deutschland das Verfassungsgericht vor der deutschen Beteiligung. Egal, es war wieder der Sieg der kleinen EU-Männer. Für Europa war es ein Pyrrhussieg. Und nun kehrt für Hollande die Realität zurück. Der von ihm angerufene Rechnungshof antwortet: Die Steuereinnahmen brechen weg und damit wird das Ziel der Gesamtverschuldung klar verpasst. Das Wirtschaftswachstum in Frankreich wird stark sinken. Hollande muss für 2012 nochmals weitere 11 Milliarden einsparen. 2013 werden es weitere 35 Milliarden Euro sein. Denn Frankreichs Einnahmen sinken und die Ausgaben steigen. Die Wirtschaft schrumpft. […]

Die Erfolgswährung Euro

14.06.2012

Unabhängig von der Kritik um den Euro kristallisiert sich eine Tatsache heraus: Alle Staaten des Euros müssen mitarbeiten und nicht allein auf Deutschland oder Frankreich setzen. Es geht um die Idee und nicht um nationale Gedanken. Denn eine Union besteht aus gleichberechtigten Mitgliedern mit gleichen Pflichten. Es ist nicht alleine die deutsche und nicht alleine die französische Aufgabe, ständig als Zugpferd an der Spitze die ungeliebten Wahrheiten zu verkaufen und den Kurs der Euro-Länder vorzugeben. Vor allem nicht, wenn man sich danach immer wieder darüber beschwert. […]

Manipulation der Nachrichten

14.06.2012

Wer die Euro-Kritik von Soros und Lagarde als wahr annimmt, den müssen dann auch andere unwissenschaftliche und schlecht recherchierte Berichte überzeugen. Daher hier eine andere Begründung, warum am Ende alles Gut sein werde: Deutschland hat bis vor kurzem alle Schulden und Reparationen für den Weltkrieg I und Weltkrieg II abbezahlt. Das entspricht einem 3 stelligen Milliardenbetrag. Parallel dazu ist Deutschland aus dem Staub der Kriege wieder an die Spitze der Weltwirtschaft zurückgekehrt. Man hatte also noch genügend Geld, um sich selber fit und aus dem Zwangssymbol Made in Germany ein Qualitätssiegel zu machen. […]

Münchaus britische Freunde

14.06.2012

Ein weiterer Euro-Kritiker und Soros-Unterstützer ist Wolfgang Münchau, ein Kolumnist der Financial Times Deutschland und auch gleichzeitig dessen ehemaliger Chefredakteur. Das sollte eigentlich als Begründung für die Antriebsenergie seiner Analyseergebnisse schon ausreichen. Die Financial Times und deren deutscher Ableger Financial Times Deutschland – auch wenn inzwischen mehrheitlich zum Gruner + Jahr Verlag gehörig – sind beides Organe der angelsächsischen Wirtschaftspresse. Sie vertreten klar die Interessen der britischen Insel. Auf der Insel ist man klar gegen den Euro, der sowohl das Pfund als auch die Weltwährung US-Dollar bedrohen könnte. Außerdem sehen sich die Briten nach wie vor als die europäischen Vertreter der USA. Dass daher Münchau wie Soros und Lagarde ohne stichhaltige Begründung das Ende des Euro feiern will, ist so erklärbar und als unbegründet entlarvt. […]

Lagarde mit anti-europäischen Interessen

14.06.2012

IWF-Chefin Christine Lagarde ist von allen Euro-Kritikern am dreisten: Sie sieht das Ende des Euro in drei Monaten kommen. Wie bei unserer Kritik gegen George Soros gilt für Christine Lagarde ähnliches. Sie entstammt der französischen Elite, die als klar Pro-amerikanisch und Anti-europäisch eingestuft wird. Ihr Spitzname lautet Christine The Guard, was ihre pro-angloamerikanische Ausrichtung kennzeichnen soll. Nun soll man ihr diese Gesinnung nicht vorhalten. Doch das erklärt ihre Aussage, dass der Euro in drei Monaten sein Ende finden würde. Die französische Elite sucht schon seit vielen Jahrzehnten die deutliche Nähe zu den USA, da sind EU und Euro im Wege. Dass dann Christine Lagarde als Chefin des IWF öffentlich eine solche Meinung vertritt, ist kaum anders erklärbar. […]

George Soros und seine eigenen Interessen

14.06.2012

George Soros will das Ende des Euro vorhersehen können. Soros sagt generell nur das, was ihm von Nutzen ist. Er hat sein Investment bereits getätigt. Er hat offenbar gegen den Euro gewettet. Warum? Er ist Bürger der USA und bekennender EURO-Gegner. George Soros ist schon früher durch ähnliche Aktionen bekannt geworden: 1992 wettete er erfolgreich gegen das britische Pfund. 1993 versuchte Soros ähnliches gegen die D-Mark. Sein Angriff auf die D-Mark scheiterte. 1988 erzielte Soros durch den Handel mit französischen Bank-Aktien einen Gewinn von circa 2,2 Millionen US-Dollar. 2002 verurteilte ein französisches Gericht ihn deswegen wegen Insiderhandels. […]

Euro-Kritiker ohne Argumente

14.06.2012

Die Panik in der Medienwelt wächst. Der gebürtige Ungare George Soros – US-Multimilliardäre und schon 2006 wegen Insiderhandel verurteilt – verkündete unlängst das nahe Ende des Euro. Es folgte die französische IWF-Chefin und Nachfolgerin von Strauss-Kahn Christine Lagarde, die Soros unterstützt und gar von einem Ende in den nächsten drei Monaten spricht. Danach folgt mit Wolfgang Münchau ein Financial-Times Kolumnist und ex-Chefredakteur der Financial Times Deutschland, der im Spiegel sogar das Ende Italiens und Spaniens als Grund für das Ende des Euro sieht. […]

Wie Griechenland aus den Euro kommt

07.05.2012

Eine der interessantesten Fragen der letzten Zeit ist jene, wie ein EU-Staat aus dem EURO-Vertrag herauskommt. Gerade der Fall Griechenland macht nach den Wahlen in Griechenland diese Frage aktuell und es zeigt sich seine Komplexität. Manche EU-Staaten wollten Griechenland schon vor einigen Monaten aus dem EURO ausschließen. Doch das geht nicht, denn im Vertrag ist kein Recht für die Mitglieder vorgesehen, ein Land aus der EURO-Zone zu verbannen. Selbst mit einstimmiger Mehrheit nicht. Die Lage scheint hoffnungslos zu sein. So kamen die Experten zu dem Schluss, Griechenland könne am Ende freiwillig aus dem EURO austreten. Das wäre dann auch die sauberste Lösung. […]

Kein Europa ohne Griechenland II

27.02.2012

Was hat nun das ganze Erfolgserlebnis Europas mit Griechenlands Schicksal zu tun? Das ist einfach. Wir zitieren den früheren bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber vom vergangenen Aschermittwoch: „Kein Mensch weiß, was das für Folgen hat, wenn ein Land an der Peripherie Europas dann zusammenbricht und die Demokratie weggefegt wird“ Das ist die brutale Alternativ Europas zum Plan, Griechenland zu helfen: Chaos und Anarchie. […]

Kein Europa ohne Griechenland I

27.02.2012

Wer heute immer noch darüber nachdenkt, ob man eventuell Griechenland aus der Eurozone drängen oder Griechenland den Austritt schmackhaft machen sollte, der lebt außerhalb der Realpolitik oder will einfach nur einen billigen Wahlkampf veranstalten. Europa ohne Griechenland und Griechenland jetzt ohne Euro wären viele Schritte zurück in ein altes Europa, das einst die britische Premier Maggy Thatcher und heute noch ihre heimatliche Insel insbesondere gerne behalten hätten: Uneinig, streitsüchtig, instabil, nationalistisch ergo abhängig. […]

US-Wirtschaftskrieg: Ratingterror

13.12.2011

Ein weiteres Indiz für den von der US-Regierung gestarteten Wirtschaftskrieg sind die Aktionen der Ratingagenturen. Sie stehen zur US-Regierung in einem starken Abhängigkeits-verhältnis, denn: Die Ratingagenturen haben in der Vergangenheit des Öfteren Staatsanleihen der USA an den Markt gebracht. Sie leben also davon, mit der US-Regierung Hand in Hand zu arbeiten. Die Verwandtschaft liest man auch aus der sich nur sehr zögerlich vollziehenden Beurteilung der USA durch diese Agenturen. Nach wie vor gilt hier das Prinzip: Man beiße nicht die Hand, die einen füttert. Man hilft sich untereinander. […]

About Britains future

12.12.2011

Wenn in Großbritannien zu viel Schuld an Europa verteilt wurde, dann wird als Ersatz an den zweiten Weltkrieg erinnert. Die Insel hielt damals nur deswegen stand, weil es Partner gab. Man war nicht allein. Doch das hat man inzwischen vergessen. Konnte man früher den Deutschen vorwerfen, sie würden ihr Selbstbewusstsein unter einer ewigen reflexartigen Scham der Geschichte des Krieges verdrängen, so sind es heute die Briten als letztes Volk Europas, das mit einem Bein immer noch in den Erinnerungen dieses Krieges leben. Das ist die humorvolle Seite der Insel. […]

Europe United and Britain outside

12.12.2011

Das war ein Meilenstein in der Geschichte der Europäischen Union. Zum ersten Mal hat man sich nicht auf die Sonderwünsche der Insulaner eingelassen. Erstmals hat sich Europa nicht von der britischen Presse und ihrer speziellen Art der Dreckskampagnen anstecken lassen. Der britische Premier Cameron kam, sprach und verlor, weil er keinen Plan B in der Tasche hatte. Cameron wollte als Triumphator das Feld verlassen. Er kam ohne Kompromiss, um so Europa in die Knie zwingen zu können. Was Cameron vergaß: In Europa interessiert man sich nicht mehr sonderlich für das Befinden der größten Nordseeinsel nach Grönland. So lief Cameron an die Wand und ging in die Knie. Allein nur zu Hause als standhafter Held gefeiert. […]

Britische Inseln in Seenot

03.11.2011

Großbritanniens Wirtschaft kommt nicht in Fahrt. Zwar wollen die Briten in der anhaltenden Schwäche allein ein EURO- und somit europäisches Problem sehen, doch die Krise ist deutlich hausgemacht. Das härteste Sparprogramm seit der ewig verbitterten Maggy Thatcher trifft die britische Insel wie ein Schlag. Dazu ist die Insel nicht in der EURO-Zone und druckt weiterhin kräftig eigenes Geld. Das bringt die Preise nach oben, die Inflation beträgt über 5%. Daraus resultiert der immer weiter sinkende Konsum. […]

US-Banken haften für Europa

03.11.2011

Den USA droht eine mögliche Pleitewelle, die weiteraus größer werden könnte, als jene in der letzten Finanzkrise. MF Global als Rohstoff-Investor ist der erste Fall, der eher überraschend in die Pleite ging. Es kam dabei ans Tageslicht, dass das Unternehmen MF Global die Konten seiner Kunden um 100 Milliarden plünderte, um das Überleben zu retten. Da nun MF Global nicht als schwarzes Schaf der Branche galt, kann man spekulieren, was eventuell andere Unternehmen in solchen Zwangsfällen bereit sind zu tun. Die Idee dahinter ist perfide: Entweder die Tat rettet das Unternehmen, die Rechnung geht also auf und die Gelder wandern stillschweigend zurück in den Safe. Oder aber man geht eh in den Konkurs. Dann interessiert es die Verantwortlichen eines solchen Unternehmens nur noch sekundär, was aus den ehemaligen Kundengeldern geworden ist. Ehre und Moral sind Begriffe, über denen man in der Branche lacht. […]

Die neuen Konvergenzkriterien

14.10.2011

Die Ziele eines neuen Pakts können nicht starr sein, denn Politiker sind kaum in der Lage vorauszusehen, wann Wirtschaftskrisen beginnen. Es geht bei diesen Zielen in erster Linie darum, den Mitgliedern und der Gemeinschaft als Ganzes zu helfen.Faktoren, um mit Bestrafung zu drohen, haben einen gewaltigen Nachteil: Wer droht, der muss die Drohung auch wahrmachen. Sonst verpufft die Wirkung. Als zum Beispiel die Bundesrepublik Deutschland die Kriterien im Jahre 2007 nicht erfüllte, drohte die Gemeinschaft übermütig mit einem Disziplinarverfahren. Doch dieses Verfahren hatte zwei entscheidende Nachteile. […]

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