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US-Wirtschaftskrieg: Ratingterror

Club of PoliticsEin weiteres Indiz für den von der US-Regierung gestarteten Wirtschaftskrieg sind die Aktionen der Ratingagenturen.

Sie stehen zur US-Regierung in einem starken Abhängigkeits-verhältnis, denn:

Die Ratingagenturen haben in der Vergangenheit des Öfteren Staatsanleihen der USA an den Markt gebracht. Sie leben also davon, mit der US-Regierung Hand in Hand zu arbeiten.

Die Verwandtschaft liest man auch aus der sich nur sehr zögerlich vollziehenden Beurteilung der USA durch diese Agenturen. Nach wie vor gilt hier das Prinzip: Man beiße nicht die Hand, die einen füttert. Man hilft sich untereinander.

Außerdem gibt es in den USA inzwischen genügend Gesetze, mit denen die US-Wirtschaft zur Mitarbeit aufgefordert wird. Man denke da nur an die Cloud. Alle Daten in einer Cloud müssen den US-Behörden zugänglich sein. Egal zu welchem Unternehmen und aus welchem Land die Daten gehören. Bevorzugt werden europäische Daten.

So macht es dann auch Sinn, dass die europäischen Staaten von den Agenturen deutlich stärker kritisiert werden. Italien ist gar auf einem Level wie Trinidad & Tobago abgesunken. Eine klar verständliche Erklärung gab Moritz Krämer (Chefanalyst für Europa bei Standard & Poor’s) gegenüber dem ZDF Heute Journal nicht.

Es ist das Ziel der US-Regierung, die Eurozone als Konkurrenten zu schwächen oder ganz zu Fall zu bringen. Nur so kann die marode USA überleben und den Status der Leitwährung erhalten. Ohne diesen Status könnte sich die USA nicht mehr finanzieren.

Diese Situation führt zu einer Gefährdung der US-Banken, die bekanntlich ausreichend europäische Kredite rückversichert haben. Entweder die US-Regierung geht dieses Risiko bewusst ein, oder man will die Auszahlungen der CDS durch Tricks (wie jene für Griechenland) verhindern. Zweites wäre naheliegend, wenn man die Geschäftsgebaren der US-Regierung als Grundlage für eine Beurteilung hernimmt.

Am Rande sei noch erwähnt, dass aus demselben Grund die Fusion der NASDAQ mit der deutschen Börse erfolgen soll. Ähnlich wie schon EURONext in Paris ist es naheliegend, dass nach der Fusion die deutsche Börse abgewickelt wird, die wichtigen Geschäfte in die USA gebracht und der Rest nur als lokaler Statthalter installiert.

Die USA kontrollieren damit dann den deutschen Aktienmarkt, könnten nach Belieben schalten und walten und bei Problemen gelte dann das US-Recht. Die zentralen Handelsplätze der europäischen Wirtschaft wären dann in US-Hand und die Nationen Europas wären wieder abhängige Vasallen.

Dazu könnten deutsche und europäische Politiker höchstwahrscheinlich ihre Zustimmung geben. Dann aber bekommt der Wirtschaftskrieg der USA gegen Europa eine neue Dimension.