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Islam out of Europe

Der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich von der CSU zeigte gleich zu Beginn, welche Richtung er einschlagen wird. Der Islam gehöre historisch nicht zu Deutschland. Muslimische Bürger seien aber durchaus Bürger dieses Landes, welche aber zu allererst Deutsch lernen müssten. Der Aufschrei vom Islam-Zentralrat, der Grünen um Künast, Beck und Özdemir und anderer kleinerer Gruppierungen war groß. Der Chef der türkischen Gemeinde tat sogar das, was die Türkei in solchen Fällen historisch betrachtet am besten kann (sic Wien 1683/1699): Drohen. Doch warum dieser Aufschrei? Friedrich hat doch recht. Und das ist das Problem in Deutschland: Es darf nicht ausgesprochen werden, weil man sonst wieder in die braune Ecke gedrängt wird. Das eigentliche Dilemma: Seine Aussagen stimmen sogar für Gesamteuropa: Der Islam als politisches System hat im friedlichen Europa nichts zu suchen.

Gemeint ist vor allem der politische Islam. Es sind nicht jene Mitbürger gemeint, die ihren Glauben friedlich ausüben wollen und das Gastrecht achten. Mehr noch: Viele werden sogar Bürger dieser Gesellschaft– frei von religiöser Ideologie und nutzen die von der Arbeitskraft dieser Gesellschaft geschaffenen Bildungsmöglichkeiten. Sie genießen im Vergleich zu islamisch orientierten Ländern hier den großen Vorteil der Freiheit und können sich frei entfalten. Selbst in der Türkei als ewiger EU-Anwärter werden Christen noch verfolgt beziehungsweise unterdrückt. Der politische Islam ist jene Gruppe, die immer wieder versucht, über Agitation das Volk aufzuhetzen, um daraus Kapital zu schlagen. Man will andere Systeme destabilisieren um sich selber dort fortzupflanzen. Jener politische Islam, der heute selber – sic historica – fast ausschließlich labile autoritäre Gesellschaftssysteme schaffen kann.

Sie handeln auf Basis einer Doktrin, die ähnlich dem früheren für viele Menschen tötlichen christlichen Missionars-Eifer ist. Ob das nun die Islamisten sind oder der türkische Präsident, wenn er die Türken in Deutschland davon abhalten will, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Selbst Menschen wie die Politiker und Botschafter des Irans. Sie alle verfolgen einfach nur das Ziel der Unterdrückung auf Basis des selbstüberheblichen Überlegenheitsprinzips. Man fordert den Bau von Moscheen in Deutschland, aber in den eigenen Ländern wird eine Kirche in die Luft gejagt. Wir erinnern auch an die neue Moschee in Duisburg Maxloh: Europa und Deutschland gaben Geld, es wurden Ausbildungskurse für Muslime versprochen und nun ist es der Ort von radikalen Islamis, die sich allzu gerne abschotten vor Deutschland. Vor Europa und vor allem vor der Polizei. Das ist das Bild des heutigen politischen Islams, der sich in Europa ausbreiten will: Ein zartes Lächeln für Befürworter wie Künast und Özdemir aber eine ungeklärte Abschottung im Hintergrund.

Dass dieser Islam nicht zu Europa gehört und nicht gehören will zeigt sich auch an der Vergangenheit des politischen Islams. Dieser Islam versuchte von 700 bis 1423 auf der iberischen Halbinsel 700 Jahre lang eine Eroberung Europas – vergeblich. Der Islam des osmanischen Reiches versuchte dies anschließend zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert und bekam bei der Niederlage um Wien 1699 den Dämpfer erteilt, der bis heute gewirkt hat. Manch einer wie Spiegels Matthias Matussek fragt angesichts der heutigen Diskussion, ob es sich 1683 in Wien um ein freundschaftliches Werben der Türken gehandelt haben könnte? Froh können die Wiener sein, keine Menschen wie Künast oder Özdemir in ihren Mauern gehabt zu haben. Mit Ringelblümchen wären sie den türkischen Befreiern entgegen geeilt.

Der politische Islam hat in den letzten 1300 Jahren immer wieder gezeigt, dass er nicht koexistieren und nicht mit anderen Religionen und politischen System zusammenarbeiten will. Die Gewalt in Ländern wie Iran zeigt auch deutlich deren innenpolitischen Ziele: Unterdrückung und Ermordung Andersdenkender – und sei es einfach nur zur Demonstration der Macht. Wie anders wäre es auch zu erklären, dass der türkische Präsident seine Landsleute zum Beispiel in Deutschland vor der Integration warnt? Sind es nicht vor allem überwiegend türkische Mitbürger, die in der Türkei aus Perspektivlosigkeit ausgewandert sind? Ist es nicht sogar so, dass die Türken aus Deutschland in der Türkei als ungebildete Ziegenbauern beschimpft werden (Die Zeit) ? Eine Art de-Integration in der Türkei? In Deutschland hingegen könnten sie eine Heimat finden.

Es gibt genügend andere Beispiele, um den politische Islam und seine Hauptziele zu enttarnen. Wichtig ist, dass man in Europa nicht in dieser gönnerhaften, selbstverliebten und an der Realität vorbeizielenden Politik des modernen Appeasements verfällt. Ähnliches hat bereits in den 30er-Jahren mit ähnlicher Appeasement-Politik zu einem Hitler geführt und den 2. Weltkrieg erst ermöglicht. Hitler begann zwar den Krieg. Das ist richtig. Aber es ist auch eine historische Tatsache, dass selbst ein Hitler lange zögerte. Erst als er sah, dass man ihm die Okkupation in Tschechien und den Anschluss Österreichs erlaubte war er sicher: Diese europäischen Politiker würden viel zu viel Zeit brauchen, um ihn bei einem Krieg in Europa zu stören. Das mag sich für den normalen friedensverwöhnten Europäer merkwürdig anhören. Doch auch das Europa im Jahre 1936 rechnete nicht mit einem Krieg. Vor allem nicht in diesen Dimensionen.

Zu guter Letzt: Wer in Deutschland etwas bewegen will – und sei es die eigene Arbeitskraft – der muss die deutsche Sprache lernen. Denn sonst wandert er in die Bereiche derjenigen, die auf Kosten von Staat und Gesellschaft leben wollen oder müssen, weil sie auf Grund der mangelnden Sprachkenntnis nichts lernen und nichts studieren konnten. Dies fördert Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Ghettoleben. Wer diese Faktoren ignoriert oder verneint, der ist fern jeglicher Realpolitik und muss sich nicht wundern, warum ein Sarrazin mit seinem geschmacklosen Buch solch einen Zuspruch erntet.

Den Grünen kann man nur raten, endlich in der realpolitischen Welt anzukommen und Flagge zu zeigen. Denn mit der Einstellung von Künast, Beck und Özdemir werden die Grünen ihre vielen schönen Umfragewerte schnell wieder verlieren. Der Bürger mag Stuttgart-21 nicht haben. Aber er will vor allem eines nicht: Bedrohung des und Unfrieden im eigenen Leben. Dazu zählt dann auch die Bedrohung durch Ghettobewohner, die auf Grund mangelnder Deutschkenntnis am Ende die Kriminalität als Haupteinnahmequelle ihr eigen nennen mussten. Wenn die Grünen ihren potentiellen Wählern (inzwischen links wie rechts) dies nicht vermitteln können, dann sind sie bald wieder am Startpunkt einer kleinen Splitterpartei angekommen. Das Beispiel FDP sei eine Warnung. Chance auf Grund von Überheblichkeit verpasst. Das wäre bitter für Deutschland.

So bleibt dem Club am Schluss noch, der CSU zur Wahl Hans-Peter Friedrichs zu gratulieren. Dem Schaumschläger und weltentrückten unterfränkischen Fälscher Guttenberg folgt ein Politiker, dessen Biographie vor allem eines zeigt: Er will Politik gestalten. Ob das nun immer im Sinne des Clubs ist, das bleibt dahin gestellt. Man ist ja Gott sei Dank nicht immer einer Meinung und man kann demokratisch streiten. Denn dann ist es eine politische Diskussion und kein Gespräch zwischen den Untertanen und einem überschätzten Landadeligen. Vielen anderen wünschen wir mehr Interesse für die realpolitischen Problematik statt der überholten multikulturellen Tagträume der 90er. Dies ist auch im Sinne der muslimischen Mitmenschen, die sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen wollen.

Stellvertretend wünschen wir einem Özdemir, dass er sich mehr mit dem politischen Islam und der Türkei auseinandersetzt, statt sich als Quotenmuslim der Grünen zu zeigen. Denn: Die Abstammung von einer muslimischen Familie allein macht niemanden zu einem Kenner des Islams – vor allem nicht des politischen Islams.