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Europa I – America, oh America

In der jüngeren Vergangenheit wird gerne gelästert über Europa und über den Euro. Kritik kommt aus unterschiedlichen Ecken. Brasilianische Makroökonomen reicht es nicht mehr, den eigenen Regenwald zu vernichten, jetzt wollen sie auch noch anderen Tipps geben. Grossbritannien ohne Euro und die USA als Konkurrent zur EU darben vor sich hin, kritisieren gerne Europa ohne auf die eigenen Schwächen zu blicken oder um von ihnen abzulenken. Damit das Ganze noch an Charme und Witz gewinnt, paaren sich dazu noch Spekulanten wie George Soros. Jeder verfolgt dabei ein anderes Ziel. Der eine will endlich mal mitreden in der grossen Welt, ein anderer will von seinen Problemen ablenken und ein weiterer will offensichtlich seine schon eingekauften Put-Optionen endlich an Wert steigern. Eine wirklich illustre Gruppe, die einen detaillierten Blick auf ihre Hintergründe verdient hat.

Kritik kam zum Beispiel von brasilianischen Makroökonomen von der Universität aus Sao Paulo (Quelle: Financial Times Deutschland). Bitte nicht lachen, das muss man schon ernst nehmen. Das Land befindet sich dank der grosszügigen und flächendeckenden Räumung des Regenwaldes auf Platz 10 der Weltvolkswirtschaften. Wir wollen dem Menschen nun nicht viel Platz einräumen. Aber eines mag man dazu noch sagen dürfen: Ein Land, das nach wie vor den eigenen Regenwald zu Tode metzelt und seinen Ureinwohnern das unausweichliche Aussterben als Alternative anbietet versteht sich wohl glaubwürdig in nachhaltiger Volkswirtschaft. Europa sieht das Vorbild und nimmt den Schwarzwald ins Visier.

Allein auf der Insel

Kritik kommt auch aus den angelsächsischen Gebieten. Das darf man als Ablenkung verstehen. Grossbritannien leidet weiterhin unter der Euro-Abstinenz und dürfte in 10 Jahren nicht mehr zu den Top 10 der Volkswirtschaften der Welt zählen. Das sollte an dieser Stelle schon als Analyse ausreichen. Grossbritannien ist in sich selber gefangen in der Ablehnung von Europa und dessen Euro. Man ist viel zu sehr mit sich selber beschäftigt, als zu begreifen, dass die Zukunft Europas in der Gemeinschaft liegt. Die Schweiz musste in ihrer Libyen-Krise erfahren was es heisst, allein und ohne einer Europäischen Gemeinschaft einem Gaddafi gegenüber zu stehen. Auf der Insel selber zerrt man noch einstigen Weltmachtsruhm. Aber irgendwann wird die Selbsterkenntnis kommen, Europa gibt die Hoffnung nicht auf.

Dynamitfischer mit Put-Optionen

Ausserdem kommt Kritik von zweifelhaften Spekulanten wie George Soros. Ein inzwischen 80 Jahre alter Mann, der sich auf das Ausnutzen der Schwächen von Wirtschaftssystemen verstehen will – nicht aber auf koexistente Wirtschaftsgemeinschaften. Er fischt gerne mit Dynamit, egal ob Fische im Teich sind oder nicht. Die Zukunft und die Umgebung bedeuten ihm nichts. Mehr muss man zu ihm eigentlich nicht sagen. Dazu gesellen sich US-Experten, die sich aus einer Ruine heraus durch EU und Euro latent gefährdet sehen.

Auch wenn die Skeptiker anderes behaupten: Europa und der Euro haben die Krise mit Bravour gemeistert. Zum Vergleich wollen wir uns im ersten Teil die Beziehungen zu den USA anschauen, wechseln im Teil zwei zu den Schwachen Europas und der europäischen Solidargemeinschaft, beschauen in Teil drei die Entwicklung des Euros und werden am Ende sehen wie aus dem Hass des 19. Jahrhunderts inzwischen echte europäische Nachbarschaftshilfe geworden ist. Aus einer Zweckgemeinschaft wird immer mehr echte Freundschaft und Liebe.

Zinspolitik und Währungsabwertung

Doch nun gilt der Blick den USA: Während die USA und der Dollar nach wie vor ungewiss umherirren ist in Europa nicht nur Aufschwung zu erahnen sondern auch bereits schon zu spüren. Die Verbilligung des Euros haben europäische Produkte günstig gemacht. Gute Qualität zu günstigen Preisen. Anders in den USA: Im Vergleich zu Europa mangelnde Qualität muss noch teurer bezahlt werden. Sie sind eben keine Exportweltmeister. Und genau dort liegt das Hauptproblem der Vereinigten Staaten: Sie geben aus und nehmen wenig ein. Einzig durch die jahrelange Abwertung des Dollars mit Hilfe der Dauerzinspolitik der Fed konnten die Schulden bezahlbar klein gerechnet werden. Und mit dieser Zinspolitik konnten die Banken den Markt mit Konsumkrediten überschwemmen. Jeder konnte kaufen und bauen. Die liberalistische Version eines missverstandenen Keynesianismus. Davon träumen selbst die Sozialisten: Dauerhafte unendliche Förderung von Konsum der Menschen. Zu sowas bräuchte es nur noch eine Partei im System.

Das US-Dauerproblem: Aussenhandelsdefizit

Die USA sind ein Importland – sie hat wenig für den Export anzubieten. Das Aussenhandelsdefizit beträgt circa 60 – 70 Milliarden Dollar pro Monat. Der US-Markt muss seine Konsumenten bedienen. Plakativ gesprochen: Sie haben wenig Urlaub dafür niedrige Löhne, wissen kaum wie ein gutes Naturrind schmeckt (gemeint ist: Frei von Genmanipulation und Hormonbehandlung) sind dafür aber die Gründer von McDonalds und Burger King, tragen aus Rücksicht auf die eigene Wirtschaft wenig zum Klimaschutz bei und fahren weiterhin mit billigem Sprit. Das sagt alles – in den USA dreht sich alles um die Fütterung des eigenen Konsumenten. Weder sein Wohl noch seine Weiterentwicklung ist von Interesse. Der US-Liberalismus (Konsum-Liberalismus) ist nach wie vor die oberste Direktive der USA. Die Politik des ewig billigen Dollars (weil bisher Leitwährung), um die eigenen Schulden klein zu rechnen, rächt sich. Denn die Schulden der USA sind enorm – das Kreditrating der USA ist entsprechend gesunken. Während in Deutschland die Schulden um ca. 4.400 Euro pro Sekunden anwachsen (was für sich allein schon ein Skandal ist) verschulden sich die USA im gleichen Zeitraum um sage und schreibe 36.155 Euro.

Kein Wunder: Die Vereinigten Staaten geben allein durch das Aussenhandelsdefizit monatlich 70 Milliarden Dollar mehr für Importe aus, als sie durch Exporte einnehmen. Die USA haben offenbar ein gestörtes Verhältnis zur Buchhaltung. Und als ob das nicht genügt, werden aufgebaute Werte anschliessend wieder vernichtet: Nach wie vor finden sich ganze Stadteile von verlassenen und verrottenden Holzhäusern, deren Besitzer schon längstens verendet sind an den niemals möglichen Rückzahlungen der Kredite. Zumindest macht die leichte Bauweise der Häuser den Abriss preisgünstig. In manchen Gegenden wartet man einfach auf den nächsten Wirbelsturm. So sieht kein solventer Kunde für Kredite aus. Die Rating-Agentur Moody’s formulierte das im März vorsichtig wie folgt:

„Kurzfristig bestehe keine akute Gefahr. Allerdings seien die Risiken erheblich gestiegen.“
(Moody’s im März 2010)

Noch bleiben die USA bei Moody’s mit einem Wert von AAA bewertet. Wer sich die Ratings der Funds kurz vor der Finanzkrise in Erinnerung ruft, weiss wie viel ein Tripple A kostet und Wert ist. Egal: Wer weiss, wie viel Überzeugungsaufwand dafür geleistet wurde und weiterhin geleistet werden muss. Die Folge sind höhere Zinsen bei neuen Krediten. Und da die Schulden weiter aufgebaut werden, werden weitere Kredite notwendig sein. Und da somit das Rating sinkt wird der Zins der eigenen Kredite weiter steigen. Aktuell gibt es aber nach wie vor Billigzinsen – ausserhalb des Ratings. Diese wurden 2007/08 derart niedrig gesetzt, weil die Banken sich selber gegenseitig kein Geld mehr leihen wollten. Dass diese Niedrigzinsen nach wie vor bestehen kann also nur einen Grund haben: Keine Bank traut nach wie vor der anderen. Das ist Selbsterkenntnis und Ironie. Aber das bedeutet übersetzt: Ich als Bank A glaube dir Bank B nicht, dass du das Geld zurückgeben kannst, weil du vorher Pleite gehst. Das ist der Fall in den USA. Europa kann die Zinsen hingegen nicht anheben, weil die USA nach wie vor Niedrigzinsen anbieten. Dass dieses Modell nicht funktioniert, hat man seit den 90ern schon in Japan bemerkt:

Japan nahm lange Jahre nahezu keine Zinsen mehr und trotzdem blieb die heimische Wirtschaft am Boden. Schlimmer noch: Eine Deflation reitet seit langem durch das Land. Sogar die einst gerühmte Produktionsqualität (siehe Toyota) fällt immer mehr zurück. Pikant dabei: Die USA hatten im letzten Boom in Japan eine hohe Zahl an Krediten aufgenommen um so den einheimischen Konsum bezahlen zu können. Günstige Zinsen und in Yen bezahlt. Das Problem heute ist: Wenn diese Yen-Kredite noch nicht zurückbezahlt wurden, dann sorgt der seit 2007 wieder stärker fallende Dollar für eine Verteuerung der Raten. Je schneller nun der Dollar verliert, um so schneller verteuern sich die Raten und können ungeplante Löcher reissen. Von 2007 bis heute waren es 31% Währungsaufschlag. Solange die USA aber weiterhin Kredite aufnehmen können, macht sich dort keiner Sorgen. Der Konsum rechtfertigt vieles. Das Szenario nimmt bedrohliche Züge an.

US-Schuldenfalle: Weder sparen noch Steuern heben

Die USA sind in der Schuldenfalle und Präsident Obama wirkt zu unerfahren, um gegensteuern zu können. Sein Problem dazu: Er hat nach wie vor einen Krieg zu führen. Dazu kommt, dass er sein Versprechen zum Thema Gesundheitswesen nicht einmal ansatzweise durchgebracht hat. Die ärmsten der Armen sind enttäuscht. Und sie sterben an dieser Gesundheitspolitik. Von den niedrigen Zinsen der „Fed“ profitiert auf jeden Fall nicht das Volk, sondern nur die Banken selber, die sich gegenseitig wenig Vertrauen aber dafür über die Fed das Geld des Steuerzahlers weiter billigst mieten und verleihen können.

Um die Ausgaben und Schulden des US-Haushaltes zu finanzieren, wird man das Geld der Bevölkerung in Form höherer Steuer benötigen. Das aber ist politisch kaum machbar. Die Folge daraus hat aber einen bösen Umkehrschluss: Denn das Gegenteil hiesse sparen. Wer dem Volk kein Geld mehr aus der Tasche ziehen kann, der nimmt es dem Volk halt aus einer anderen Tasche weg. Doch dazu kommt es nicht: Denn der Konsum darf nicht angetastet werden. Angesicht der Höhe der monatlichen Neuverschuldung wäre es für die aktuelle US-Regierung wohl eine zu hohe Herausforderung, Möglichkeiten zur Einsparung oder zur Steigerung der Mehreinnahmen zu finden. Das ist nicht Obamas Programm.

Wie soll er jetzt auch noch einen Sparkurs durchbringen. Um die US-Wirtschaft zu fördern, steckt man in einem Kreislauf aus Krieg und Wiederaufbau. Während in Europa Politik nach Art von Keynes nach wie vor nur zögerlich angewandt wird, schüttet die USA jegliche Mittel aus, um die Rüstungsindustrie durch den Krieg am Leben zu erhalten. Es ist ein völlig missverstandener Keynesianismus, der die USA seit langem künstlich ernährt. Ein US-Keynesianismus. Beendet Barack Obama den Krieg jetzt, dann bricht die Rüstungsindustrie weg und die US-Wirtschaft hätte grössere Probleme als ein Double-Dip. Man ist geneigt, Mitleid mit Obama zu haben: Er wusste anfänglich nicht, was für eine USA George W. Bush und seine Freunde aus dem Skull & Bones Club ihm hinterlassen haben. Aber es passte damals: Ein naiver idealistischer Kandidat gegen den schaurig-lustig-skurrilen trotteligen Bush-Kauz, dessen Witze am Ende wohl auch Condoleezza nicht mehr verstand. Man muss Bush aber in Schutz nehmen: Erfunden hat er diese Kriegs-Wirtschaft nicht. Er hat sie nur konsequent verstärkt. Dennoch: Was konnte noch schlimmer werden als G.W. Bush:

Obama: Erbe von Bushs Kriegen

Es war der Sieg eines unerfahrenen Menschen, der in den Medien glänzen konnte aber der kein Rezept hatte gegen Krisenzeiten – Obama ist unerfahren in der Politik. Er wollte Amerika verändern und alles gerechter machen. Dazu hatte er keine Zeit: Er führt nach wie vor Bushs Kriege. Man hört die Republikaner angesichts dieser Ironie des Schicksals förmlich lachen, sie freuen sich auf die nächste Wahl.

Obama kommt nicht aus seiner Haut heraus. Er ist ein Amerikaner. Als solcher lernte er an den amerikanischen Universitäten keine andere Wirtschaftspolitik als US-Keynesianismus. Ihm kann diese Art der Politik nicht unbekannt gewesen sein. Bushs Politik war nicht neu. Schon sein Vater und auch Ronald Reagan hielten so die Wirtschaft auf Vordermann. Kurz gesagt: So naiv ist auch ein Obama nicht. Er kennt das Prinzip der US-Wirtschaft: Die dauerhafte unendlichen Konsumförderung. Man muss nur immer wieder neue Geldquellen finden, eröffnen und komplett abpumpen.

Bush hinterliess einen ökonomisch ruinierten Moloch, der nur dank seiner Kriege die Wirtschaft am Leben halten konnte und kann: Im Krieg gewinnt die Rüstung und beim anschliessenden Aufräumen werden US-Firmen klar begünstigt. Selbst Mutter Courage wäre vor Scham errötet. Die Welt leidet unter dieser Form der US-Wirtschaftspolitik. Sie trägt ähnliche Züge wie einst die Wirtschaftssysteme der Kolonialisierung. Geschäfte auf Kosten anderer fremder Länder und Menschen, die keine Lobby haben. Und ab und zu reicht eine kleine Gruppe von Terroristen aus, um einen Vorwand für einen weiteren Einmarsch durchzuführen. Als Alibi dient dazu: Werdet Demokraten (und zukünftige Wirtschaftspartner) – zur Not gezwungen mit Waffengewalt. So wird dauerhaft Zwietracht und Misstrauen zwischen den verschiedenen Kulturen auf diesem Planeten erzeugt.

Rom als wirtschaftliches Vorbild

Kultureller Fortschritt durch Annektion. Porno statt Glauben. Hauptsache US-Produkte – sei es Waffen oder Beton -können durch den US-Staat gekauft und in den anderen Ländern untergebracht werden. Der selbstgeförderte Aufschwung als wirtschaftliches Perpetuum Mobile. Das ist menschenverachtend, das ist verachtenswert. Das ist die blutige Mission Independent Freedom der USA. Und all das, um die US-Wirtschaft in Schwung zu halten. Diese Art der Wirtschaftspolitik haben selbst die USA nicht erfunden: Es war das Römische Reich, dass seine Legionen nur dadurch finanzieren konnte, in dem es immer wieder andere Länder überfiel und ausplünderte. So wuchs wiederum die Zahl der Legionäre und das Spiel ging von neuem los – nur halt noch grösser. Das war dann auch das Ende Roms: Zu gross geworden waren die Kosten ins Unermessliche gewachsen. Ein leichtes Spiel für Nachbarn mit schlankeren Wirtschaftsmodellen. Am Ende rettete Rom sich über den Titel des Pontifex Maximus in die Papstrolle als christliches Oberhaupt in das heutige Zeitalter.

Europas Selbstverstümmelung: Zustimmung zu S.W.I.F.T.

Zur Unterstützung der US-Wirtschaft gesellt sich die unverständliche Selbstverstümmelung des EU-Parlaments, indem es vor kurzem in aller Ruhe dem SWIFT-Abkommen zustimmte. Was als vermeidliche Terroristenjagd bezeichnet wird ist in Wirklichkeit die Durchleuchtung des europäischen Geldflusses einzig und allein zum Nutzen der US-Wirtschaft. Dazu wird jeder EU-Bürger vor den Analysten der USA splitternackt ausgezogen – ohne Zustimmung der Menschen. Ähnliches erlebt der Bürger ja schon bei der Flughafen-Kontrolle: So gewöhnt man den Bürger an Repressalien, Kontrolle und Verlust von Privatsphäre. Terroristen – das ist erwiesen – werden von solchen Werkzeugen nicht gebremst. Terroristen fliegen Business-Class. Dort gibt es praktisches Porzellangeschirr, das mit einem kleinen Schlag zu spitzen Gegenständen umfunktioniert wird. Bei SWIFT geht es aber auch gar nicht wirklich um Terror-Bekämpfung. Das wiederum ist das Traurige an der Zustimmung durch das Parlament. So kann internationale Wirtschaftspionage gefördert werden. Der US-Wirtschaft wird dies nicht schaden. Mit diesem Abkommen muss keiner Daten stehlen. Europa liefert sie freiwillig aus.

Der Euro: Krisensichere Währung

Mehr muss man zu diesen Fakten der USA eigentlich nicht mehr sagen. Wie glaubwürdig ist nun ein Euro-Kritiker aus jener Region? Doch trotzdem: Europa verdient es, aktiv verteidigt zu werden. Die brachliegende USA allein ist kein Argument. Es gilt Europa zu verteidigen gegen euroskeptische Experten, die gerne EU und Euro tot reden, um den bedeutendsten Konkurrenten los zu werden. Offenbar völlig ungebildet zum Thema Makroökonomie reden sie das Ende der EU und den Ausstieg aus dem Euro herbei. Es ist erschreckend, wie derartige Experten in aller Öffentlichkeit die eigene Ahnungslosigkeit ins Licht stellen können – ungeprüft und ungebremst.

Fakt ist, dass der Euro in dieser Krisenzeit exakt die richtigen Reaktionen gezeigt hat. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Euro eine gesunde Währung ist. Dass Länder wie Griechenland und Portugal nichts gelernt haben und nahezu zahlungsunfähigen sind oder waren, das ist – sind wir mal ehrlich – nichts Neues. Diese Länder hängen schon seit vielen Jahren am Tropf Europas und lassen es sich begrenzt gut gehen. Wäre man böse, könnte man vermuten das wäre der Grund für den Beitritt gewesen. Wer diese Länder kennt und dort die normale Bevölkerung befragt, wird an der geäusserten Kritik sogar recht bekommen. Doch auch dies ist nur ein Lernprozess. Diesen Prozess kann Europa gemeinsam leisten und auch den Schwachen in Europa auf die Beine helfen. Darüber berichten wir im nächsten Teil.