*** Aktuelle BTW21 Prognose (13.12.2017 07:46:09 CET): CDU/CSU 31.3, SPD 21.1, AFD 13.2, GRÜNE 10.9, LINKE 9.5, FDP 8.8 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Schlechte Werte schlechte Stimmung

Club of PoliticsDie Liberalen bleiben im Prognosekeller, es gibt aktuell keine weiteren Leihstimmen aus der Union. Auf der Beliebtheitsskala liegt der Partei-Chef Rösler weit abseits von dem Attribut beliebt. Da dürfte inzwischen sogar Guido Westerwelle wieder Chancen auf ein Comeback haben.

Röslers aktuelle Äußerungen zum überstarken Exportüberschuss Deutschlands schaden ihm dabei weiter. Rösler wolle den Export Deutschlands nicht drosseln. Dies hat niemand von Deutschland gefordert und es zeugt von einem interessanten volkswirtschaftlichen Sachverstand Röslers. Denn es ist der Binnenmarkt Deutschlands, den er als Wirtschaftsminister ankurbeln müsste. Gerade in Zeiten hoher Exportüberschüsse muss ein Staat die Chance nutzen, mit diesen Geldern den Binnenmarkt zu verstärken.

Man muss in sich selber investieren. Das wäre eigentlich ein klassisches FDP-Thema, doch dort findet man das Ehegatten-Splitting wichtiger. Wieder verfehlt die Partei eine Chance, positive Politik zu machen. Es wäre eine Chance für 2013 gewesen.

Solche Unterlassung lässt die Stimmung bei der FDP derart kräftig absinken, dass man in der Partei schon einen Wahlkampf 2013 ohne Rösler plant. Sein Gesicht scheint beim Eintauchen in die Atmosphäre der Wählerschaft endgültig verglüht zu sein. Doch Rösler ist trotzig und hofft auf ein Wunder.

Dabei muss sich Rösler keine Sorge um sein Amt machen. Denn keiner der potentiellen Nachfolger wird sich an die Front der Wahl 2013 werfen. Diese Wahl wird aus aktueller Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tiefpunkt in der Parteigeschichte der FDP werden. Da wäre es von Vorteil, dass ein Rösler den Wahlkampf führt und verliert. Denn dann hat man jemanden, der die Verantwortung übernehmen kann und geht. Es wäre zumindest sehr einfach, ihn dann loszuwerden. Wie die Partei die dann kommenden mageren Jahre finanzieren ist wohl noch nicht bekannt.

Ein weiteres Problem ist das Image der Partei selber. Die FDP hat ein derart schlechtes Image beim Volk, dass sogar die unproduktive Streitlust der CSU den Liberalen schadet. Dagegen ist die FDP machtlos. Sie hat sich selber in die Buhmann-Rolle gebracht. Ein Weg daraus ist schwierig, das Wählervolk hat die FDP in eine tiefe negative Schublade gesteckt.

Die langfristige Prognose ist natürlich noch recht vage. Aktuell schwanken die Werte zwischen 2 und 4 Prozent. Mehr kann die langfristige Prognose nicht hergeben, denn historisch betrachtet liegt die FDP seit sehr langer Zeit unter 5 und seit fast einem Jahr unter 4 Prozent. Da kann man nichts Positives für Ende 2013 prognostizieren.