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Merkel hält Position

Club of PoliticsAngela Merkel kämpft an vielen Fronten. Zurzeit kämpft sie vor allem an der Rettung des Euros und gegen die Wirtschaftskrise. Leicht hat sie es nicht. Zum Beispiel mit Nicolas Sarkozy als französischen Staatspräsidenten hat sie es nicht leicht. Ein von außerhalb Frankreichs nicht ernst genommener politischer Zwerg mit Selbstdarstellungsproblemen ist nicht der ideale Gesprächspartner.

Da hatten vor allem Kohl und Schmidt es deutlich einfacher. Frankreich weiss nicht, was es will. Aber das will es deutlich vertreten. Deutschland weiss eigentlich was es will, wird aber nicht gemocht.

Vor allem die Angelsachsen um USA und GB mögen die Deutschen nicht. Warum nicht? Ganz einfach: Deutschland demonstriert ihnen, wie man es trotz Krise schaffen kann, wirtschaftlich die Nummer 1 zu bleiben. Da darf China auch gerne Partner sein. Angst und Hass schüren da vor allem die Briten. Es ist der Neid einer längst versunkenen Weltmacht.

Während in Großbritannien die Mittelschicht tot ist und das Land langsam in Chaos verfällt hat, man in Deutschland vor allem das Problem, die Schulden anderer Staaten zu decken. Nachdem vor kurzem noch die Weltkriege I und II sowie die Wiedervereinigung endgültig bezahlt worden sind, kann Deutschland von jenen neuen Schulden nicht wirklich erschreckt werden.

Dafür will Angela Merkel sorgen. Denn Kanzlerin Merkel bleibt inzwischen wieder ganz Merkel: Ruhig und abwartend. Sie schreit ihre Meinung nicht in die Runde, sondern – wie der stete Tropfen – sagt sie bestimmt, was das Ziel ist. Irritationen mit fachlich schwach orientierten Menschen wie Sarkozy irritieren sie ein wenig, aber sie gewinnt schnell wieder die Souveränität. Intern ist es aktuell ruhig, die Männer der Union merken, dass sie aktuell keine Chance haben.

Dass Merkel auf guten Weg ist, das zeigt auch der Chart: Nach wie vor hält die Union die mittlere Trendlinie. Sie wächst zu einer Unterstützung aus. Ist das der Beginn eines neuen Trends? Kann damit der Zuwachs der Grünen reduziert werden? Oder kann man wenigstens klar vor der SPD bleiben? Dazu ist es noch zu früh.

Dazu muss sich Merkel noch beweisen. Zum Beispiel bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Mag ja sein, dass der Bundeskanzler des Landes nichts Negatives sagen darf. Aber man sollte nicht davon reden, dass keine Wirtschaftskrise kommt. Man muss das Volk darauf vorbereiten. Die Krise ist schon längstens durch den Haupteingang getreten.

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