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Steckt Italiens Justiz im Sumpf I ?

Italiens Justiz baut offenbar auf eine ganz besondere Logik. Sieben Erdbebenforscher werden wegen angeblich ungenauer, unvollständiger und widersprüchlicher Warnungen beim Erdbeben 2009 in L’Aquila zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

„Die Wissenschaft ist nicht in der Lage, Erdbeben vorherzusagen“ sagte der Chefexperte und trat auf Grund des Urteils zurück. Recht hat er mit seiner Aussage und mit Recht tritt er zurück.

Das Urteil zeugt von einer irrgeleiteten italienischen Justiz, die einen Sündenbock für all das Elend suchte.

Das Erdbeben war eine Tragödie, daran gibt es keine Zweifel. Doch das eigentliche Elend folgte in der Zeit nach der Naturkatastrophe: Der damalige Premierminister Silvio Berlusconi versprach den Erdbebenopfern vollmundig Hilfe und Gelder. Viel ist davon nicht angekommen bei den Opfern und Hinterbliebenen.

Laut spiegel.de von 25. Juli 2011 gibt es klare Indizien, dass die Mafia die Behörden infiltriert hatte und Hilfsgelder bei ihr versickert sind. Böse Zungen behaupten sogar, das Geld wäre auf den Kanälen der Mafia wieder bei Berlusconi gelandet. In dessen private Tasche. Wir wollen dies nicht kommentieren.

Interessant wird der Fall dann noch, wenn man das nächste Urteil betrachtet. Ex- Premierminister Silvio Berlusconi wird in einem Prozess um Steuerbetrug und schwarze Kassen zu vier Jahren Haft verurteilt. Davon müsste der alte Mann aber nur 1 Jahr absitzen, denn auf Basis einer Amnestieregelung aus dem Jahre 2006 (damals wegen angeblich überfüllter Gefängnisse beschlossen) erlässt ihm das Gericht 3 Jahre seiner Strafe.

Ob dieses Urteil (in erster Instanz) überhaupt vollzogen wird, ist noch offen. Denn die Gruppe Berlusconi wird wohl in Berufung gehen und auf Zeit spielen. Denn verschleppt Berlusconi das Verfahren noch circa 1,5 Jahre, dann tritt die Verjährung in Kraft. Das ist schwarzer Humor ala Italia.

Fortsetzung folgt