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Italiens Clowns der Mafia

Alle mediale Welt regt sich auf über die Clown-Aussagen von Peer Steinbrück. Dabei denkt in Wirklichkeit 99 Prozent der Bevölkerung genau dasselbe.

Aber die pseudointellektuellen Kriecher der nach political correctness strebenden Minderheit schreien auf ob solcher Worte.

Dabei handelt es sich bei dieser Minderheit ausgerechnet um jene Gruppe, die mitten in der politischen Kaste verankert ist und durch Lobbyisten täglich bestochen wird, durch falsche Doktoren-Titel betrügt oder sich bei Parteispenden-Skandale früher oder später selber begnadigt. Also um jene Gruppe, die weder politisch noch korrekt handelt. Justitia muss zum Selbstschutz erblinden ob solcher Taten und Worte.

Auch der Großteil der deutschen Medien versucht zum Thema italienischer Clowns über Weichspülerei klare Worte zu vermeiden. Man bekommt sonst wohl kein Interview mehr bei Merkel und Co. Dabei steht längstens fest: Italien ist ein kaum demokratisch vernünftig regierbares Land.

Wähler,
die einen schlechten nach Hitler-Manier herumschreienden Komiker ala Grillo wählen,

die einen mehrfach angeklagten und durch Winkelzüge offiziell noch nicht vorbestraften aber der Steuerhinterziehung verurteilten Berlusconi wählen, den man aus unserer Sicht wohl der Mafia zuordnen könnte,

und die einen ehemaligen Goldman-Sachs Mitarbeiter wählen,

die sind zu einer stabilen Demokratie nicht geeignet.

Italien hat seit Ende des zweiten Weltkriegs 57 Regierungen verschlissen. Mafia und Camorra sind nach wie vor alltäglich in Italien und verdienen Milliarden an Verbrechen und Betrug. Wie viel EU-Gelder dabei in deren Hände wandern, will man als Steuerzahler gar nicht wissen. Es ist kaum vorstellbar, dass ein einziger Politiker in Italien frei von Bestechung durch das organisierte Verbrechen ist.

Unappetitliches Beispiel sind die Müllberge von Neapel. Die Camorra machte aus der Umgebung von Neapel eine riesige Sondermülldeponie, auf denen Obst und Gemüse angepflanzt werden. Giftmüll ist auch darunter zu finden. Es vergeht einem der Appetit, wenn man daran denkt, dass diese Müllfrüchte täglichen in den europäischen Handel geraten. So gesehen ist die Bezeichnung Clowns eine Untertreibung. Es sind Menschen, die das organisierte Verbrechen im eigenen Lande nicht stoppen. Sie sind damit Mitwisser und ebenfalls Verbrecher.

Peer Steinbrück hat also recht gehandelt und die Wahrheit direkt aber sehr Milde ausgesprochen. Er hat das gesagt, was viele Denken. Das wollen wir doch von den Politikern. Oder wollen wir wieder in die Ecke der deutschen Schäm-sich und Ducker um wieder über neue Mahnmale in Berlin zu schmeicheln und zuzuschauen wie deren siebte Nachfolgegeneration der früheren Opfer unappetitlich über Farbe und Texte streiten?

Man darf direkt sagen, was man denkt, wenn es wie in diesem Falle den Tatsachen entspricht. Ein Land wie Italien, das selber nicht diplomatisch mit den Unsrigen umgeht, darf eine ehrliche Meinung des Nachbarn vertragen. Wenn es das nicht verträgt, dann erweist es sich als gut im Austeilen aber schlecht im Nehmen.

Wenn eins die Finanzkrise in Europa gezeigt hat, dann ist es bei den Politikern der Mangel an Wahrheit aus Gründen politischer Korrektheit. Denn das Verschweigen führte zur Verschleierung und am Ende zur Verschärfung der Krise. Die Politik neigt per definitionem zum Verschweigen. Man mag den Wähler nicht mit der Wahrheit beunruhigen. Fehler der Politik wären zu schnell zu erkennen. So gesehen warten wir wieder hoffnungsfroh auf die Kavallerie.