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#Wirtschaft – Die Geier fliegen tiefer II

Economy Club of PoliticsDie Wirtschaft in den USA befindet sich weiterhin auf Talfahrt. Kaum ein US-Unternehmen produziert im eigenen Land, dank Steueroasen werden viele Gewinne in steuerfreundliche Gebiete verlegt.

Da mag ein Apple-Chef genügend Bonus einstreichen und ein paar Steuergelder als Alibi vorweisen, die iPhones aber werden in anderen Ländern produziert. US-Arbeiter bleiben da außen vor. Die Aussichten der USA kann man nochmals absenken, wenn man an den Hauptgläubiger der USA denkt: Die kommunistischen Volksrepublik China.

Die USA schulden der kommunistischen Volksrepublik China inzwischen fast 2 Billionen US-Dollar. Chinas Wirtschaft wankt und engt den Spielraum der ostasiatischen Kommunisten ein. Ein sinkender US-Dollar senkt den Wert von Chinas Schuldscheinen. Aber um die eigene Währung Yuan niedrig zu halten kauft China weiterhin US-Dollars und Schuldscheine ein. Dies hat bisher funktioniert, weil die USA in China einkaufen konnten. Zum Beispiel billige Elektroartikel. Doch der Konsum in den USA flacht ab.

Japans Wirtschaft ist wie gesagt ebenfalls stark belastet. Und auch Japan ist mit über einer Billionen US-Dollar ein großer US-Gläubiger. Kein Wunder setzen sich Japan und China im asiatischen Markt vom Dollar ab. Das sind erste Schritte einer notwendigen Abkopplung.

Die USA sind somit genau bei jenen Staaten hochverschuldet, deren Wirtschaft ins Wanken gerät oder deren Wirtschaft sich bereits seit vielen Jahren in Talfahrt befindet. Die Gläubiger werden daher ungeduldig und drängen auf eine Lösung. Dank dem Fiscal-Cliff der USA ist eine Lösung weiter entfernt denn je. Die Gläubiger sollen sich also weiterhin gedulden. Doch das ist das Problem: Viel Geduld bleibt den Gläubigern dank eigener Engpässe nicht mehr. Die Blase der US-Verschuldung droht bald zu platzen.

Außenpolitisch merkt man dies an der zunehmenden Bedeutungslosigkeit der USA. Wo früher deren Wort gehört und angenommen wurde, da herrscht heute Ignoranz. Der einst durch die USA besetzte Irak zerfällt in anarchischem Chaos, Afghanistan ist dem Chaos näher als vor der Besetzung durch die USA. Der Syrien-Konflikt kann nicht gelöst werden, weil sich Russland wieder ungestraft gegen die USA stellen kann. Und Israel hält sich noch davor zurück, eine eigene atomare Konfliktlösung zu starten. Die USA steht für eine globale Verunsicherung.

Ein weiteres Augenmerkt sei auf den Rohstoffmarkt gelegt: Gold, Öl und Silber verbilligen sich, das Vertrauen schmilzt. So langsam merkt der kleine dumme Kunde aus der Masse, das vor allem Optionen und keine echten Rohstoff-Käufe die Preise nach oben gebracht haben. Die Preise mögen wieder steigen, die Verunsicherung alleine reicht, um den Markt zu verschrecken.

Fazit: Viele Faktoren sprechen dafür, dass der Gesamtmarkt durch das billige Geld der letzten Jahre genügend aufgeblasen worden ist. Noch erreichen die Börsenkurse neue Höchstwerte, noch nickt man die schlechten Nachrichten einfach ab. Man kann also getrost davon ausgehen, dass zum Beispiel der DAX die 9000 Punkte noch überschreiten wird.

Das ist in einem irrationalen Markt wie in der jetzigen Zeit keine Unmöglichkeit. Bereits im Jahre 2000 war der Markt erschöpft, schaffte es aber noch, bis zum Herbst 2001 neue Rekorde zu erreichen. Der Umschwung kommt aber immer wieder in mitten der Gutgläubigkeit. Dann, wenn ein großer Marktteilnehmer wie zum Beispiel Soros genug vom Spiel hat. Dann startet die Verkaufswelle. Das ist dann meist zu spät für den kleinen Kunden, der seinem Bankberater treu ergeben war. Des Beraters Wissen ist halt auch nur beschränkt auf den Bonus seiner Abrechnung.

Für die Wirtschaft Europas bedeutet dies: Man sollte gesunden und die Kranken nicht kaputt sparen. Denn wenn der Bärenmarkt erst beginnt, wird genug Blut fließen. Denn die bald beginnende Wirtschaftskrise trifft Europa mitten in der noch immer nicht bewältigten Finanzkrise. Dann werden die verschuldeten Staaten Europas im Schuldensumpf versinken.

Welche Bank wird dann wieder systemrelevant sein?

Teil 1 finden Sie hier…