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Was ist eine Staatspleite II

Club of PoliticsMediziner Philipp Rösler ist wie bereits berichtet unser aktuelle Wirtschaftsexperte. Er ist der Chef-Volkswirt Deutschlands. Dank seiner für Griechenland verordneten Staatspleite sind in unserem Modell soeben in Athen die Zahlungen von Renten und Gehälter gestoppt worden. Das wird ihn nicht wirklich besonders interessieren.

Wir haben auch in unserer Simulation gesehen, dass internationale Banken inzwischen ihre Geschäfte mit Griechenland beenden müssen und nun selber schwer ins Trudeln geraten. Denn wertlose griechische Staatsanleihen dürfen nicht mehr auf die Aktiva-Seite der Bank berechnet werden.

Aber der Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland träumt davon, den Staat Griechenland in eine kontrollierte Pleite zu führen.

So wird deutlich, dass man einen unerfahrenen Mediziner nicht als Wirtschaftsminister einstellen darf. Erneut versagt die FDP bei der politischen Tätigkeit zum Wohle von Staat und Volk. Erneut versagt die FDP bei ihrem Postengeschacher ohne dabei auf notwendige Qualifikation zu achten. Ist das die Seele der FDP?

Rösler hat schon die Gesundheitsreform ruiniert, nun ruiniert er Europas Wirtschaft. Wie sein Parteikollege Westerwelle kennen die Liberalen wohl nur den Kollateralschaden. Der folgende Teil des Beitrags zeigt, wie katastrophal eine Staatspleite für Griechenland und auch für Europa wäre.

Problemzone: Internationale Banken

Beim letzten Beitrag haben wir bereits gesehen: Die internationalen Banken (inklusive der europäischen Banken) werden sämtliche Geschäfte mit Griechenland auf Staatsebene und wohl auch auf Unternehmensebene einstellen. Sie sind auf Basis ihrer AGBs, der diversen Verträge wie Basel II und wegen ihrer Aktionäre dazu verpflichtet. Dabei werden einige Banken ihr Gleichgewicht verlieren.

Problemzone: Nationale Banken

Schlimm ist es aber auch im Inland: Die nationalen Banken sind auf die Geschäfte mit den internationalen Banken angewiesen. Doch auch die nationalen Banken halten Staatsanleihen in großer Menge. Werden diese als wertlos eingestuft, dann verfällt das Rating dieser Institute. Als Folge daraus werden internationale Banken mit Ihnen keine Geschäfte abwickeln können und dürfen. Die Kette der Dominosteine rollt immer schneller den Berg herunter. Was gestern noch eine fixe Idee eines Ahnungslosen der FDP war, wächst nun zu einer katastrophalen Lawine heran, die so schnell keiner mehr stoppen kann. Letzte Rettungsversuche mit nostalgischem Interieur werden aktiviert.

Nostalgische Träume: Rückkehr zur Drachme

Eines dieser nostalgischen Szenarien wäre die Wiedereinführung der alten Währung Drachme. Denn ein Staat des Euros kann selber kein Geld drucken, um so die Schulden zu verkleinern. Also wäre es aus Sicht mancher Hobby-Ökonomen ratsam, dass Griechenland zur Drachme zurückkehrt und diese Währung selber druckt. Doch das wäre das ökonomische Ende für die Bevölkerung.

Die Drachme wäre ohne inneren Wert, denn der Staat Griechenland hat ja bekanntlich Insolvenz angemeldet. Die Drachme würde also auf den Märkten sofort in kürzester Zeit an Wert verlieren. Das mag den Urlaub für Ausländer günstig gestalten, aber die Griechen könnten sich mit dieser Währung keine Produkte mehr aus dem Ausland leisten. Wo also sollen die Schweine für die Souvlakis der Touristen herkommen? Im Lande verfügt man nicht über eine ausreichende Grundversorgung.

Einbruch der Importe

Die Griechen werden also nur noch über den Binnenmarkt Handel treiben können. Eine der wichtigen Faktoren einer Binnenwirtschaft ist die variable Energie. Energie treibt die Wirtschaft an, ohne Energie liegt das Land im Dunkeln. Man erinnere sich an einen Stromausfall: Es herrscht Chaos, nichts geht mehr und in manchen Ländern wie die USA oder Großbritannien werden die Läden geplündert.

Der Strom versiegt

Und so kommt es noch also schlimmer: Energie wird knapp und teuer. Da Griechenland Energie in hohem Masse importieren muss, gerät das Land in eine Energiekrise. Der Strom versiegt, das Licht wird fader. Das sehen wir in Teil III – sofern die Energie bis dahin nicht vollständig verbraucht ist.

Fortsetzung folgt.

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