*** Aktuelle BTW21 Prognose (21.10.2017 19:00:43 CET): CDU/CSU 31.3, SPD 20.9, AFD 12.4, FDP 11.1, GRÜNE 10.4, LINKE 9.5 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Dürre in der Serengeti

Club of PoliticsRösler und das Linder/Bahr Duo sind das letzte, was diese totkranke FDP gebrauchen konnte. Wieder unter 4 (3,9%) angekommen bleibt diese Partei die größte Enttäuschung der bisherigen deutschen Parteiengeschichte. Hier lenken nur noch die Ahnungslosen oder die Blinden.

An der Spitze steht ein Philip Rösler mit seinem mehr als peinlichen volkswirtschaftlichen Offenbarungseid, Griechenland möge Pleite gehen.

Daneben Westerwelle mit außenpolitischer Kurzsichtigkeit. Westerwelle hat seinen Kampf temporär verloren. Rösler hingegen meint sich auf der Seite der populären Gewinnler.

Er vergisst die Nebenwirkungen: Geht Griechenland Pleite, dann gehen auch in Deutschland Gelder verloren. Das könnten Gelder bei potentiellen Spendern sein, davon hat die FDP nicht mehr viele. Die bald aufkommende Wirtschaftskrise 2012 wird für eine natürliche Verknappung sorgen. Der FDP gehen dann die Mittel aus. Dürre in der Serengeti.

Die ohnehin angeschlagene finanzielle Situation der FDP würde deren Ende bedeuten. So gesehen dürfte es jetzt mehr Menschen geben, die Griechenland in die Insolvenz reden wollen. Sofern sie keine liberalen Freunde sind. Da ist das Kernthema: Die Liberalen machen es den Menschen schwer, sie zu mögen. Nicht wegen der Hetzkampagnen aus der Union. Sie selber sind das Problem. Der Blick in den Spiegel und die längst fällig Selbstreflektion sind dringend nötig.

Diese Partei kämpft an der Basis um das nackte Überleben und muss zuschauen, wie sie an der Spitze selbstgefällig von Köpfen gelenkt werden, die in ihrem richtigen Leben nicht einmal annähernd in einer Managementposition waren. Hinzu kommt, dass dieses Führungspersonal in fachlicher Ahnungslosigkeit lebt. Röslers Wunsch nach einer Pleite Griechenlands ist da nur die goldene Spitze der Ironie.

Die FDP braucht mehr als nur einen neuen Kopf. Sie braucht eine Revolution. Das Problem: Kaum einer in Deutschland wartete noch darauf. Die Gruppe der potentiellen Wähler ist dramatisch geschrumpft. Der Anblick der FDP kann Mitleid erregen. Doch besser ist es, wenn man es als politische Bereinigung betrachtet. So wie jetzt stirbt die FDP und macht Platz für jüngere und bessere Parteien.

Club of Politics.