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Zypern – Ende der Finanzpiraten II

Die Systemrelevanz Zyperns, soweit sollte wir von der Finanzkrise schon gelernt haben, ist ein Märchen. Wenn Zypern sich nicht retten kann, dann schafft man damit eben einen Präzedenzfall.

Einen Schaden wird es an den Börsen nicht anrichten. Die Börsen befinden sich gerade trotz der vielen Negativmeldungen in einem wahren Geldrausch. Und Zypern ist angesichts der eigenen Unbelehrbarkeit ein williges Opfer.

Aber wer soll nun dafür zahlen? Wie die Griechen zeigen die Menschen von Zypern auf die Deutschen. Die deutsche Bevölkerung soll die Schulden Zyperns und somit auch die niedrigen Steuersätze der Zyprioten bezahlen. Denn die Deutschen sind wie immer daran schuld. So dumm wie diese Aussage schon so häufig aus dem südöstlichen Mittelmeer gekommen sein mag, sie wird der Mittelmeer-Insel wohl kein Geld bringen. Dumm wer hart arbeitende Nachbarn beleidigt.

Schamlose Insulaner

In Spiegel Online behauptet ein auf der Insel lebender Deutsche, er schäme sich dafür, ein Deutscher zu sein. Dabei sollte man bei genauer Betrachtung umgekehrt denken: Wer jahrelang in der Kneipe sitzt und einen Champagner nach dem anderen verzerrt, der weiß, dass am Ende des Kneipen-Besuchs die Rechnung kommt. Dafür ist der Gast selber verantwortlich. Weil derart auf Kosten der europäischen Staaten durch Finanzoasen und Billigststeuern gelebt hat, der hat allen Grund dazu, sich zu schämen – nicht als Deutscher sondern als Zypern-Bewohner. Wer andere beschimpft und auch noch Hilfe von diesen fordern, der muss sich fragen, ob er überhaupt noch nahe genug an der Realität lebt.

Deutschland protestiert nicht – man arbeitet

So aber gehen die Proteste auf Zypern gegen Deutschland weiter. Interessant ist dabei ein Gespräch zwischen einem Deutschen und dessen osteuropäische Arbeitskollegin. Sie fragte, warum die Deutschen sich das gefallen lassen und nicht vehemnt gegen die Zyprioten protestieren. Seine Antwort kam spontan und trifft wohl den Punkt: Weil wir arbeiten gehen. Sicherlich war die Antwort überspitzt, aber sie trifft den Kern: In Deutschland muss man angesichts hoher Steuern und noch höherer Sozialabgabe schwer arbeiten. Sonst funktioniert die Sozialgemeinschaft nicht. In Deutschland haben wir genügend Armut, die wir aktuell unzureichend bekämpfen.

Die Mauer der Insel

Vielleicht sollten die Menschen auf Zypern einmal darüber nachdenken. Sozialgemeinschaft, Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit und Solidarität. Statt erst jahrelange auf Party zu gehen und jetzt laut aufzuschreien. Und auch das: Vielleicht lösen die Zyprioten dann auch ihr eigentliches Problem: Die Mauer zwischen der geteilten Insel.

Keine Steuergelder dank Bundestagswahlen

In Deutschland bleibt nur zu hoffen, dass die Regierung Merkel keine weiteren Steuergelder in solche nimmersatte Partygäste Europas steckt. Dank der Bundestagswahl Ende des Jahres besteht Hoffnung, dass sie sich nicht traut. Denn das dürfte für Merkel und Co das Ende sein. Die Fremdschulden sind schon jetzt hoch genug, der deutsche Bürger hat längst das Verständnis für Spenden an europäische Partygäste ohne Geldbörse verloren. Wie gut also, dass es diese Wahlen dieses Jahr gibt. Milliarden zur Bekämpfung der Armut im eigenen Lande wären deutlich sinnvoller angelegt als Milliarden in Staaten, die eine Fortsetzung der Geldverbrennung betreiben wollen. Damit könnte man sogar Wahlen gewinnen.