*** Aktuelle BTW21 Prognose (13.12.2017 19:00:24 CET): CDU/CSU 31.3, SPD 21.1, AFD 13.2, GRÜNE 10.9, LINKE 9.5, FDP 8.8 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Keine Kauflaune

Der aktuelle Konsum ist auf einen neuen Tiefstand gefallen. Der Konsument leidet weiterhin darunter, dass die Preise steigen, aber die Löhne stagnieren.

Die Steuer- und Abgabenbelastung ist im Binnenland nach wie vor hoch auch wenn es Volkswirte und Wirtschaftsweisen gerne im Ländervergleich anders sehen wollen.

Man bedenke: Die Wirtschaftsweisen haben bisher in den letzten 20 Jahren kaum eine Prognose abgegeben, die sich am Ende erfüllte. Die Prognosen waren Streuungen aus der Region „zufällige Schätzung“.

Da mag man also europäische Werte zum Vergleich holen, ein Binnenmarkt funktioniert unabhängig vom Außenmarkt. Er funktioniert nur von innen heraus. Wenn sich der Konsument schlecht fühlt, dann konsumiert er weniger. Unabhängig davon, was Volkswirte theoretisch sehen

Der Einzelhandel mag es noch leugnen, aber der Umsatz im Weihnachtsmarkt fiel erneut schlecht aus. Meldungen, dass Montag der 24.12. oder die ersten Januar-Tage mit Rabatten den Markt retteten sind unrealistisch. Der Deutsche ist verunsichert und leidet seit Jahren am Verlust der Kaufkraft. Damit gerät die ureigene Kette eines jeden Binnenmarktes in die Gefahr, zum Erliegen zu kommen.

Der Staat handelt nicht. Nur die Banken wurden mit billigem Geld nahezu zum Nulltarif versorgt. Mit diesen Geldern wollen nun die Banken den Konsumenten mit 11 bis 12 Prozent zu Krediten locken. Am besten wäre es, wenn der Konsument diese Kredite ignorieren würde, dann könnten die Zinsen auch für ihn deutlich sinken.

Aus Sicht der Politik macht es übrigens Sinn: Der Steuerzahler verschuldet sich und lehnt sich unter dem zunehmenden Druck der Schulden nicht auf. Der Staat muss keine Schulden machen und wird daher vom Bürger nicht bestraft. Dazu geben die Lobbyisten der Banken Politikern gutes Geld und die Banken bekommen weiterhin günstiges Geld. So bewegt sich das Geld immer in eine für Politik und Banken günstige Richtung.

Die aktuelle Gesamtlage beurteilen wir daher als Rezession. Die Werte (blaue Linie) sind deutlich in den negativen Bereich vorgestoßen.

Die Zukunft (gelbe Linie) deutet ab etwas Herbst 2013 eine Wende an, aber diese Prognose ist noch recht unsicher. Die Zukunft des Konsums bleibt daher bis Ende Sommer auf Rezession. Erst mit Ende 2013 könnte sich der Konsum wieder positiv entwickeln.