Weiterhin Mehrheit für CSU und Freie Wähler

Politprognose Bayern

In der Politprognose für die Wahlen 2013 in Bayern bleibt die CSU eine Konstante. Mit nunmehr 43,3 Prozent erreicht die CSU aktuell wieder Werte oberhalb der 43er Marke.

Das deutet darauf hin, dass ein weiterer Absturz aus jetziger Sicht abgewendet werden kann. Der Umkehrschluss: Die CSU gewinnt aber auch keine bei der Wahl 2008 verlorenen Wähler zurück.

Ein Blick auf den Verlauf der Prognosewerte lässt uns im Moment darauf schließen, dass sich die Umfragewerte relativ konstant verhalten und sich entsprechend weiter entwickeln werden. Der Zielkorridor für die Wahl Ende 2013 liegt bei 42 bis 44 Prozent und deutet somit ebenfalls auf relative Konstanz. Es würde insgesamt dem Ergebnis der letzten Wahl 2008 entsprechen.

SPD

Die SPD hingegen rutscht unter die 23er Marke und scheint zumindest im Moment eine Verschnaufpause des bisherigen Aufschwungs zu nehmen. Doch die Werte der SPD sind breit gefächert, daher liegt der Zielkorridor für Ende 2013 zurzeit zwischen 21 und 25 Prozent. Für einen Regierungswechsel ist das noch zu wenig. Immerhin wird man sich wohl trotzdem am Wahlabend feiern: Es wäre ein deutliches Plus gegenüber der Wahl 2008 und das beste Ergebnis seit 2003. Historisch gesehen blieben die Sozialdemokraten aber im Tief.

Grüne

Die Grünen erreichen aktuell 12 Prozent und bestätigen ihre konstanten Werte der letzten Wochen. Der Zielkorridor für Ende 2013 liegt zwischen 10 und 13,5 Prozent und prognostiziert damit relativ kleine Schwankungen. Im Vergleich zur letzten Wahl wäre es ein starkes Plus und ein historisch gutes Ergebnis.

Freie Wähler

Für die Freien Wähler werden aktuell 8,1 Prozent prognostiziert. Damit scheint sich der Wert um die 8 Prozentmarke einzupendeln. Man würde also hinter dem 2008er Ergebnis zurückbleiben, hätte aber damit bestätigt, dass der wahlberechtigte Bürger die Freien Wähler als eine gewisse Konstante im Landtag sehen will.

Piraten

Die Piraten hielten sich in der Prognose mit 5,7 Prozent noch knapp im Landtag. Doch der Einzug ist mehr als ungewiss. Der Zielkorridor für Ende 2013 liegt zwischen 4 und 5,5 Prozent. Er befindet sich also unterhalb der aktuellen Prognose. Dies begründet sich mit dem Sinkflug der Prognosewerte. Der Korridor geht also von weiterhin sinkenden Werten aus.

FDP und Linke

FDP und Linke blieben mit Prognosewerten um 2 Prozent außerhalb des Landtags. Die FDP würde damit wieder in die Region zurückfallen, in der sie sich vor der 2008er Wahl aufhielt. Aus Sicht der Wähler haben die Liberalen die Chance offenbar vertan. Die Linke würde ihr Ergebnis aus 2008 halbieren und damit erneut bemerken müssen, dass Bayern für die ehemalige PDS kein gutes Pflaster ist.

Prognose der Regierung

Es bleibt eine Konstante in unseren Prognosen: SPD, Grüne und Freie Wähler werden wohl Ende 2013 keine Regierung bilden können. Sie erreichen gemeinsam nur annähernd die Werte der CSU. Selbst wenn also die Piraten nicht in den Landtag ziehen, werden sie keine Mehrheit finden. Da sich die Grünen zusätzlich gegen eine Koalition mit den Freien Wählern ausgesprochen haben, ist diese Konstellation im Moment auch nicht sehr wahrscheinlich.

Regent Seehofer

Als Sieger würde sich wohl der amtierende Ministerpräsident Horst Seehofer bezeichnen. Das Ergebnis wäre historisch weiterhin schlecht, aber man hätte den Absturz gegenüber 2008 aufgehalten. Statt einer Koalition mit der FDP wäre eine Koalition mit den Freien Wählern die logische Konsequenz.

Die FDP hat man in der aktuellen Regierung verschlissen und die Freien Wähler dürften eine Regierungsbeteiligung als attraktiv empfinden. Wer weiß, vielleicht denkt Seehofer langfristig und plant, die Freien Wähler bis zur übernächsten Wahl Ende 2018 ebenfalls zu verschleißen mit dem Ziel dann wieder Werte um die 50er Marke zu erreichen. Das mag illusorisch erscheinen, aber man kann sich ja strategisch langfristige Ziele setzen.

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Autor: Michael Starke | Rubrik: Politprognose,z'Minga | 10. Oktober 2012
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