*** Aktuelle BTW21 Prognose (16.10.2017 19:01:02 CET): CDU/CSU 32.3, SPD 21.0, AFD 11.8, FDP 11.0, GRÜNE 9.7, LINKE 9.5 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Merkels Hoffnung auf Mehr

Merkels Union legt in den Umfragen weiterhin zu (32.8%). Sie wird kritisiert, von der Konkurrenz verspotten und von den Koalitionspartnern CSU und FDP immer wieder in der Arbeit behindert.

Aber ihr Kurs in 2011 hat ihr Erfolg gebracht. Die Wende vom Atom-Merkel zur Gegnerin der Atomkraft hat sie gemeistert.

International tritt sie als harte Kämpferin mit Durchsicht gegen die Finanzkrisen aus Euro-Staaten wie zum Beispiel Griechenland an.

Längst hat sie Zarkozy erziehen und einen Kurs setzen können. Ob der Kurs gut ist, das ist an dieser Stelle unerheblich. Sie tritt als handelnde Regierungschefin aus. Das bringt offensichtlich genügen Punkte, um die Prognosen der Union zu stärken. Innenpolitisch darf Schäuble die Finanzpolitik bestimmen, der Zickenkrieg zwischen Schröder und von der Leyen interessiert angesichts der Probleme der Welt nicht wirklich viele Wähler.

Ob nun Schröder oder von der Leyen eine überflüssige Frauenquote fordern oder nicht: Diese Quote bringt den Menschen keinen Cent mehr in die Taschen. Daher wird dieses Thema in den Wahlen 2013 mitten in einer Rezession nicht in den Fordergrung gestellt werden.

Dass die Union die Steuerreform zu einer Lachnummer umwandelt weiss die Union geschickt den Liberalen zuzuspielen. Es waren die Liberalen, die jene Reform forderten. Die Union hatte sich schon früh dagegen ausgesprochen. Doch Merkel hat noch einen schweren Kampf bis Ende 2013 vor sich. Welche Themen und Perspektiven kann sie dem Volk im zweiten Teil der Legislaturperiode vermitteln?

Eine große Rezession steht vor der Tür. Weitere Eingriffe in die Geldbörse der Wähler wird das Volk unlustig stimmen und Merkels Ergebnisse gefährden. Dass sich dazu am Rande eine Partei neben der Union bildet, bleibt nach wie vor verborgen.

Es könnten die Freien Wähler gewesen sein, die einen Wolfgang Bosbach abwerben wollten. Andere Grössen wie Merz wurden sicherlich auch schon gefragt. Das Gespenst einer Partei neben der Union ist zwar inzwischen wieder sehr klein geworden. Aber noch gilt es, zwei Jahre erfolgreich zu überleben.