*** Aktuelle BTW21 Prognose (13.12.2017 19:00:24 CET): CDU/CSU 31.3, SPD 21.1, AFD 13.2, GRÜNE 10.9, LINKE 9.5, FDP 8.8 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Die Grünen werden erwachsen

Club of PoliticsDie erste Bewährungsprobe wurde geschafft: Die Basis der Grünen stimmt mit großer Mehrheit für den Atomausstieg ala Merkel. Damit bewies die Basis Weitsicht und politische Vernunft.

Der Ausstieg ist in Sicht, jetzt über die Zeiten 2017 oder 2022 zu streiten hätte die Grünen in Schwierigkeiten bringen können.

Stattdessen könnten sich die Grünen um realistische Energiekonzepte als Alternative zum Post-atomaren Zeitalter hervortun. Initiativen und Förderung von Forschung wären langfristig vorteilhafter als einfach nur Windmühlen zu bauen, deren Aussehen eine unerträgliche Verschandelung der Natur bedeuten.

Die Chartanalyse
Der positive Trend bleibt in Form. Aktuelle Verluste halten sich im Bereich der Prognose. Selbst ein Zurückfallen hinter die SPD wäre kein Umkehrsignal.

Die Themenanalyse
Mit der Zustimmung zum Atomausstieg hat man das Thema nicht an Merkel abgetreten sondern hat sich nun an eine historische Entscheidung beteiligt. Daher verlieren die Grünen das Thema nicht, sondern wirken mit. Dies bedeutet einen Lernprozess einer ernstgenommenen Partei zu durchlaufen.

Bei Stuttgart-21 hingegen liegt alles noch in der Schwebe. Das Thema droht zur Freude vieler Politiker zu einem lokalen Problem zu werden, das bundesweit keine große Beachtung bedarf. Wenn dies gelingt, dann wäre das Thema erst einmal aus den Medien genommen. Es wäre auch ein Wunder, wenn ein Stuttgarter Bahnhofsproblem dauerhaft der bundesweite Medienpräsenz bedarf.

Die Kopfanalyse
Kretschmann will sich profilieren. Er sieht Schwarz-Grün im Bund als mögliche Zukunftsoption und setzt damit seinen regionalen Junior-Partner SPD unter Druck. Er möchte sich so aber auch ins Spiel für die Bundeswahl 2013 bringen. Eventuell sollte er aber nicht zu stark auf sich aufmerksam machen. Stuttgart-21 ist noch nicht gelöst. Er könnte gut beraten sein, zuerst solche lokalen Probleme zu lösen.

Dazu kommt die Spitze der Partei. Mit dem Pro der Basis für den Merkel-Plan hat sie sich durchsetzen können. Das Image eines verlässlichen Partners baut sich auf.

Das Urteil im Namen des Volkes: 25,0%

Tendenz
Die Tendenz bleibt: Kurzfristig kann der Kurs dank der Dynamik des Trendkanals auf 23 Punkte nachgeben. Langfristig bleibt Grün auf Kurs 30%.