*** Aktuelle BTW21 Prognose (16.10.2017 19:01:02 CET): CDU/CSU 32.3, SPD 21.0, AFD 11.8, FDP 11.0, GRÜNE 9.7, LINKE 9.5 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Aktuelle Konjunktuhr-Ampel

Club of Politics

Die aktuellen Werte

Die Konjunktur-Ampel der Monatseinschätzung zeigt an, wie die Menschen (Finanzen, Unternehmen und Konsumenten) die aktuelle Lage einschätzen und in welchem Verhältnis ihre Meinung zu ihrer Zukunftseinschätzung steht. Für jede dieser Bereiche gibt es eine eigene Ampel.

Die früher eingesetzten Uhrzeiger waren an dieser Stelle zu ungenau und fassten die Werte aller Bereiche zusammen. Ihre Ergebnisse waren durchaus korrekt. So wurde Ende 2011 mit der Konjunkturuhr die Abschwächung in 2012 und die Rezession ab Ende 2012 klar vorhergesagt. Doch die Darstellung verwirrte und daher wurde das System nun auf einfachere Ampeln umgestellt.

Die Ampel steht auf Boom

Sind beide Werte positiv, dann spricht man von Boom.
Die Konjunktur-Ampel zeigt klar auf Grün.
Wie im Strassenverkehr bedeutet dies freie Bahn für Umsatz, gewinne und Expansionen.

Die Ampel steht auf Abschwung

Sinkt die Zukunftserwartung, dann rutscht die Lage in den Abschwung.
Die Konjunktur-Ampel schaltet dabei auf Gelb um.
Nun gilt es von Seiten des Staates, der Banken und der Wirtschaft mit entsprechenden Massnahmen gegenzusteuern. Eine Rezession lässt sich in der Regel nicht aufhalten, aber man kann die Auswirkungen mildern.

Die Ampel steht auf Rezession

Wird dann auch noch die aktuelle Einschätzung negativ, dann ist die Rezession erreicht.
Die Konjunktur-Ampel zeigt ein klares rotes Signal an.
Wer in guten Zeiten richtig gehandelt hat, der kann die Auswirkungen abdämpfen. Aber auch hier gilt: Eine richtige Planung hilft, bei einem beginnenden Aufschwung vorn mit dabei zu sein.

Die Ampel steht auf Aufschwung

In der Regel steigt danach die Einschätzung der aktuellen Lage und der Aufschwung beginnt erneut. Der Aufschwung zeigt eine mögliche Erholung an und steckt zwischen möglichem Boom und Rückfall in die Rezession. Daher gibt die Konjunktur-Ampel in dieser Phase das Signal Rot-Gelb

Was auf dem ersten Blick nach reiner Theorie klingt, ist in Wirklichkeit die Abbildung unserer psychologischen Verhaltensmuster.

Kurz gesagt: Die Ampel sagt aus, wie es um die Psychologie des Marktes und somit um die Menschen im Markt insgesamt bestellt geht.

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Die Prognose

Die Konjunktur-Ampel der Prognose funktioniert identisch zu jener Konjunktur-Ampel für die Monatseinschätzung.

Nur werden hier die historischen Werte und die aktuellen Zahlen miteinander in Beziehung gesetzt, um so den Gesamttrend zu erkennen.

Je nach Stabilität des Marktes und Geschwindigkeit der Marktentwicklung ergeben sich so Prognosen zwischen 6 bis 12 Monaten.

Dieses Instrument ist also recht gut dazu geeignet, die Bewegungen der “Marktpsyche“ vorherzusehen. Prinzipiell ist es ja ganz einfach: Nach Depression (Rezession) folgt langsame Rückkehr zum Optimismus (Aufschwung). Danach folgt die menschlich übliche Überschätzung (Boom), die in Zweifel (Abschwung) übergeht. Am Ende steht dann wieder die Depression.

Der Kreislauf der Konjunktur-Ampel

Club of PoliticsDer Club of Politics wurde oftmals in den letzten Monaten gefragt, wie die Berechnung der Konjunktur-Ampel des Clubs funktioniert. Wie glaubwürdig ist der Index?

Ist es einfach nur Hexenwerk? Werden Zahlen aus dem Internet willkürlich kopiert und dann auf Basis der Wetterlage oder der berühmten Glaskugel zu einem Ergebnis gebracht?

Im Folgenden wollen wir die Wirtschaftsexperten zu Worte kommen lassen. Unsere Frage: Wie setzt sich die Konjunktur-Ampel zusammen, die wir jedem Monat hier im Club veröffentlichen?

Die Antwort

Die Werte der Konjunktur setzen sich aus den drei Bausteinen einer Volkswirtschaft zusammen: Konsumenten, Unternehmen und Wirtschaft sowie die Finanzwirtschaft. Über diesem Kreislauf thronen die Notenbanken als Beeinflusser der Geldmenge innerhalb dieses Kreislaufs.

Jeder volkswirtschaftliche Markt benötigt Unternehmen, die Produkte herstellen. Um diese Produkte herstellen zu können, benötigen jene Unternehmen Arbeitskräfte in Form von Arbeitnehmern. Also Angestellte, die in ihrem Auftrag die Produkte herstellen. Diese Angestellten werden dafür entsprechend dem Ausgleich durch Angebot und Nachfrage entlohnt. Mit diesem Lohn kaufen jene Angestellte Produkte von diesem und von anderen Unternehmen. So werden Sie zu Konsumenten des Markts. Damit entsteht ein direktes beidseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Konsumenten und den Unternehmen.

Investitionen der Unternehmen

In diesem bipolaren Markt kommt es zu einem mittelfristigen Problem, wenn mehr Geld benötigt wird, als es der Verkauf von Produkten und die Entlohnung für den Konsumenten kurzfristig hergeben: Unternehmen, die langfristig denken wollen, benötigen in der Regel mittelfristig oft mehr Geld, als sie aktuell erwirtschaften. Denn sie wollen und müssen in die Zukunft zu investieren. Dieses Geld jetzt zu erwirtschaften würde die Planung in die Zukunft unrealistisch machen. Denn ein Konkurrent könnte in diesem Falle schneller sein. Daher muss sich ein Unternehmen Geld besorgen, das es erst später verdient. Natürlich will es später wesentlich mehr verdienen als diese benötigte Summe. Es geht um die Triebfeder der Rendite.

Investitionen der Konsumenten

Ähnliches gilt für den Konsumenten: Manche Produkte sind langfristige Investitionen. Zum Beispiel der Kauf eines Autos, um einen besser bezahlten Arbeitsplatz an einem entfernteren Ort annehmen zu können. Auch hier geht es um eine Investition in die Zukunft. Man benötigt mittelfristig mehr Geld als man aktuell durch sparen zusammenbekommt und erhofft sich dafür eine bessere Rendite nach Abzug der zu benötigten Zahlung für das Auto. Auch hier gilt: Man muss schneller sein, als der mögliche Konkurrent (liebevoll auch Mitbewerber genannt).

Die Rolle der Finanz

In beiden Fällen wird daher eine Branche benötigt, die diesen bipolaren Markt mit Geld versorgt: Die Finanzbranche. Sie lebt davon, dass Unternehmen und Konsumenten in die Zukunft investieren wollen und dafür mittelfristig mehr Geld benötigen. Sie leiht diesen beiden Gruppen das Geld und bekommt dafür entsprechend Zinsen. Diese Zinsen richten sich dabei nach dem Risiko des jeweiligen Geldleihers bzw. Kreditnehmers. Je höher das Risiko, desto höher der Zins.

Bis hier sollte das Thema allen Menschen bekannt sein. Es ist die makroökonomische Betrachtung einer Marktwirtschaft einer liberalen kapitalistischen Gesellschaft. Es ist der aktuelle Aufbau der Volkswirtschaften in den meisten Ländern dieser Welt.

Der tripolare Markt

Aus dieser Definition folgt, dass alle drei Komponenten dieses tripolaren Marktes (Unternehmen, Konsument, Finanzwirtschaft) über die Risikokomponente voneinander abhängig sind. Geht es einem Unternehmen gut, dann benötigt es ausreichend Angestellte, die das Unternehmen entsprechend belohnen muss.

Der notwendige Binnenmarkt

Man vergesse nicht: Diese Angestellten sind gleichzeitig Konsumenten, die wiederum ausreichend Geld benötigen, um diese Produkte kaufen zu können. Und: Ein gesunder Markt lebt nicht nur vom Export allein, sondern lebt auch von einer Nachfrage im Binnenmarkt. Nur in einem gesunden Binnenmarkt können ausreichend gut ausgebildete Konsumenten – also zukünftige Arbeitnehmer – und auch Unternehmer für die Zukunft entstehen.

Kaufen nicht genügend Konsumenten diese Produkte, dann verschlechtert sich die Lage der Unternehmen und es werden weniger Angestellte benötigen. In diesem Falle steigt auch das Risiko für Kredite und ein Unternehmen muss bei einer Bank höhere Zinsen für Kredite zahlen. Wird die Lage sehr schlecht, dann werden Kredite von Banken verweigert.

Niedrige Entlohnung

Gleiches gilt für die Sicht der Konsumenten: Bekommen sie keine ausreichende Entlohnung, dann können sie die Produkte nicht ausreichend erwerben. Dann erhöht sich auch deren Risiko und Banken erheben höhere Zinsen, wenn sie ihnen Geld leihen wollen. Ist ihre Entlohnung hingegen hoch, dann werden sie konsumfreudig und auch die Banken locken mit besseren Konditionen. Denn der höhere Lohn verspricht ein niedrigeres Risiko.

Kapitale Versorgung: Der Gelddrucker

Die Banken haben dabei die Aufgabe, diesen Markt mit ausreichend Kapital zu versorgen. Wenn sie gute risikoarme Kredite vergeben wollen, dann müssen sie dafür sorgen, den Markt ausreichend mit Kapital zu versorgen, damit die Unternehmen und die Konsumenten erfolgreich investieren können. Sprich: Die Unternehmen bieten in der Zukunft gefragtere Produkte an und die Konsumenten erwerben Produkte, die sie sich langfristige leisten können. Versiegt der Geldregen und die Banken schauen tatenlos zu, dann können Kredite platzen und die Anzahl an potentiell risikoarmen Kunden nimmt ab. Der Kreislauf des Marktes kommt zum Erliegen. Dann ist ein weiterer Partner notwendig: Der Geldrucker.

Ausgleich der Notenbanken

Da das ganze Geld nicht aus dem Nichts entstehen kann, gibt es die Notenbanken. Sie stellen die Währung ausreichend zur Verfügung. Verknapp sich das Geld auf dem Markt, dann leihen sie den Banken viel neues Geld zu niedrigen Zinsen. Im anderen Fall würden sie weniger Geld zu höheren Zinsen leihen. Den Notenbanken kommt dabei allein die Wächterfunktion des Markts zu. Zum einen reagieren sie auf die Situation des Marktes und zum anderen müssen sie vorausschauend die Kapitalisierung des Marktes betrachten.

Alle gut, Markt gut. Alle schlecht, Markt schlecht

Aus der vorher betrachteten Gesamtsituation entsteht die einfache Betrachtung des Marktes aus volkswirtschaftlicher Sicht:

Geht es allen drei Komponenten des Marktes (Konsument, Unternehmen, Finanz) gut und sind sie der Zukunft positiv zugewandt, dann lebt der Markt in einem Boom.

Ist eine der drei Komponenten aber negativ eingestellt, dann drosselt sich der Kreislauf und der Markt schwenkt in den Abschwung hinein. Die Notenbanken sind dabei ein mögliches Korrektiv.

Sind am Ende alle Teilnehmer negativ für das heute und für die Zukunft eingestellt, dann bewegt sich der Markt vom Abschwung in die Rezession. Erst wenn die Summe aller Teilnehmer zumindest eine positive Zukunft ergibt, dann ist von einem Aufschwung die Rede. Das mag sich sehr einfach anhören. Das ist es aber auch.

Der Markt als physikalisches System

Physikalisch betrachtet funktioniert das System des Marktes nur dann, wenn alle Elemente in einem positiven Gleichgewicht stehen. Wird ein Element zu stark belastet, dann werden alle anderen Elemente durch die definierte Abhängigkeit mittelfristig ebenfalls belastet.

Da die Elemente in einem Markt früher oder später dazu neigen Fehler zu machen, gerät eines der Elemente früher oder später aus dem positiven Gleichgewicht. So wird das gesamte positive Gleichgewicht immer wieder mehr oder weniger stark gestört. Der Markt ist das Abbild der Menschen, die den Markt erschaffen. Da der Mensch psychologischen Schwankungen unterliegt, wird auch der Markt entsprechend belastet. So erklären sich dann auch die Wirtschaftsphasen:

Abschwung (Zweifel an der Gesamtsituation, Kritische Betrachtung)

Rezession (Depression und negative Einstellung)

Aufschwung (Erneuerung des Optimismus, Finden des Positiven)

Boom (Optimismus bis hin zur Selbstüberschätzung)

Basis der Konjunktur-Ampel

Auf Basis dieser Theorie errechnet sich die Konjunktur-Ampel: Wie schätzen die Finanzbranche, die Unternehmen und die Konsumenten die wirtschaftliche Lage ein? Und wie schätzen die Finanzbranche, die Unternehmen und die Konsumenten die wirtschaftliche Lage in der Zukunft (meist in 6 Monate) ein? Diese Werte werden monatlich erhoben.

Tradition und Internet

Beteiligt sind dabei zum einen externe Institute, die entsprechende Werte für die Bereiche Konsumente, Unternehmen und Finanzen ermitteln. Zum anderen dient aber auch das Internet über dessen Suchmaschinen als Quelle von Datenerhebungen.

Stimmungsschwankungen

Die Werte aller Quellen werden monatlich ermittelt. Doch die monatlich ermittelten Werte unterliegen leichten Stimmungsschwankungen. Denn man darf nicht vergessen: Es sind Aussagen, die auf die Psychologie der drei Marktteilnehmer beruhen. Der Mensch schätzt oft die Situation richtig ein, lässt sich aber kurzfristig gerne narren. Die Masse bestimmt die Wahrheit, denn sie ist die Energie des Motors. Doch ab und zu neigen diese Teilnehmer zu einer kurzfristigen Über- oder Unterbewertung der Geschehnisse.

Beispiel: Es ist in jedem Abschwung üblich, dass es kurzfristig zu einer kleinen Stimmungsaufhellung kommt. Denn der Mensch neigt nach vielen negativen Meldungen gerne dazu kurzfristig zum Trotz in positive Nachrichten umzuschwenken. Dazu reicht es aus, das Nachrichten manchmal nicht ganz zu negativ sind, wie man sie erwartet hat. Das Hirn des Menschen wurde durch die Evolution dazu gebracht, daraus kurzfristig Hoffnung zu schöpfen.

Der langfristige Kontext

Daher werden die Werte der Konjunktur-Ampel immer auch über den langfristigen Kontext errechnet. Kurzfristiger Optimismus oder gar Euphemismus werden in der Gesamtberechnung berücksichtig, aber sie drehen dadurch nicht sofort den mittelfristigen Trend. Kurz: Die Werte werden gemittelt. Denn: Der Markt zickt kurzfristig, aber er hat mittelfristig eine klare Tendenz.

Berechnung der Werte

Aus den Ergebnissen der Lagebeurteilung und der Zukunftserwartung ermittelt der Club of Politics jene Konjunkturampeln. Ein Bild zeigt dabei die Aktuelle Lage an. Dieser Wert ist einfach zu berechnen. Ein weiteres zeigt die Zukunft an. Jener Wert ist natürlich spekulativ und somit fehlerträchtiger. Die Zukunft ist nur hinreichend aber nicht notwendig erklärbar.

Die Prognose

Abhängig von der Situation und der Lage haben wir uns dazu entschlossen, jeden Monat anzugeben, wie weit der Wert in die Zukunft zeigt. Denn: Es hängt von der Geschwindigkeit des Markts ab. Ist der Markt schnell und volatil, dann erreicht die Amepl ganze 6 Monate als Zukunftsprognose. Erreicht der Markt aber eine langsamere Geschwindigkeit, dann können die Werte bis hin zu circa 15 Monate in die Zukunft reichen. Wie weiss man das? Das kann man nicht berechnen, das begründet sich auf reine Empirie.

Der letzte Satz gehört Yoda

Am Ende wollen wir den Chefprognostiker der zukünftigen Welt nicht vergessen. Denn der weise Meister Yoda sagte schon:

„Difficult to see. Always in motion the future is.“

Anders gesagt: „Alle Angaben sind wie immer ohne Gewähr“