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DAX in Richtung 9000

Club of PoliticsDer Bürger konsumiert nicht, die Unternehmen beobachten die Entwicklung skeptisch, aber den Investmentbanken geht es gut: Über 1 Billionen Euro spülte die Europäische Zentralbank in den Finanzmarkt direkt auf die Konten der Banken.

Billiges Geld, das der Steuerzahler vorstreckt. Dazu noch die Garantien wie im Falle Griechenland: Der Steuerzahler zahlt mögliche offene Rechnungen. Es besteht kein Risiko für das Investment aber es gibt maximal mögliche Rendite.

Wer als Investmentbanker bei solchen Angeboten pessimistisch oder einfach nur zurückhaltend ist, der hat den falschen Beruf gewählt. Auf geht’s, der Spieltisch ist wieder eröffnet. Die Chips vom letzten Blut gesäubert.

Die Draghi-sche Geldschwämme

Das Problem dieser Geldmasse ist dabei in erster Linie nicht der Banker, sondern das Angebot der Masse an Geld. Was nicht in mittelmäßige Staatsanleihen passt, das wandert zügig an die Börse. Kein Wunder also, das der DAX seit Mitte September in einem steilen Aufwärtstrend in die Richtung neuer Rekorde fliegt. Die Prognosemodelle des Club of Politics aus Ende 2011 gehen davon aus, dass sich der DAX bis zum Herbst auf Werte um 8200 steigern kann. Ja sogar ein 9000er DAX ist möglich! Es mag sich eventuell bis Anfang 2013 hinziehen.

Club of Politics

Die Blase der EZB

Es ist jedem klar, dass dies nicht die wirtschaftliche Lage widerspiegelt.

Es ist eine künstliche Blase dank der Geldpolitik der EZB, dank Mario Draghi.

Das sieht man zum einen an den Umsätzen der Finanzunternehmen an den Börsen und daran, dass sich der Privatanleger an diesen kastrierten Bullen nicht beteiligt.

Daher rechnet der Club of Politics weiterhin damit, dass die Rezession Ende 2012 beginnt.

Dann wird die Blase platzen und die EZB-Billionen werden an der Börse in einem Sturzflug in kürzester Zeit vernichtet werden. Es wird die dritte Finanzblase sein, die platzt. Schon wieder hat man zu viel virtuelles Geld in den Finanzmarkt gesteckt. Der Knall dürfte der lauteste aller Finanzblasen ein. Es ist ein Crash möglich, der auch für die computergesteuerten Märkte schwer zu handhaben sein wird. Im günstigen Fall wird es ein Crash auf Raten über mehrere Monate sein. Der Markt wird sich dann so schnell nicht reparieren lassen.

Die große Rezession

Denn Geld wird 2013 nicht mehr viel da sein, damit die Notenbanken den Finanzstrom mit neuer Energie versorgen können. Statt also weiter Geld in den Markt zu pumpen, müssen die Notenbanken schon längstens damit beginnen, Geld aus dem Markt zu ziehen. Lieber hätten die Notenbanken das Geld direkt in die Staaten pumpen sollen. So hätte man den Banken im Anleihemarkt eine Konkurrenz entgegensetzen können.

Doch ganz so verwundert darf man über die Politik der EZB nicht sein. Es ist eine politische Konstruktion mit wenig volkswirtschaftlicher Güte. Dazu mehr im nächsten Beitrag.

Fortsetzung folgt:

5. Die südeuropäische Zentralbank