*** Aktuelle BTW21 Prognose (19.10.2017 19:00:46 CET): CDU/CSU 32.3, SPD 20.9, AFD 11.8, FDP 10.8, GRÜNE 9.8, LINKE 9.5 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Steinbrück stärkt sich

Club of PoliticsDie SPD leidet offensichtlich unter einem Luxusproblem: Sie rechnet sich aus, bei den nächsten Wahlen den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland stellen zu können und sofort ziert sich das VIP-Volk der Partei um eine Nominierung.

Wer jetzt ungefragt sagt, er stehe nicht zur Verfügung, der will in Wirklichkeit geliebt, geherzt, ja sogar zum Kanzlerkandidaten ernannt werden. Quasi wie bei der Papstwahl: Der Favorit wird vor dem Ziel vergiftet.

Ein gutes Beispiel ist der Oberbürgermeister Olaf Scholz aus Hamburg. Der Olaf Scholz hat nun erst einmal betont, dass er nicht als Kanzlerkandidat zur Verfügung stehen würde. Das ist Situationskomik, es hatte ja keiner gefragt. Aber es besteht aktuell für Scholz auch kein Grund zur Besorgnis, dass jemand fragen müsste: Denn die Umfragewerte sagen etwas anderes aus: Die SPD bleibt weiterhin nicht sexy, sie ist seit Mitte Mai 2011 nur noch die Nummer 3.

Die Chartanalyse
Der negative Trend der SPD hält an. Aktuell testet man sogar die negativen Grenzwerte. Da der Partei auch noch die politische Energie der Ideen fehlt, bleibt der Bärenmarkt bestehen. Auch von kurzfristig aufsteigenden Werten dürfen sich die Sozialdemokraten nicht täuschen lassen.

Die Themenanalyse
Die SPD hat aktuell keine eigenen Themen. Merkel besetzt die wichtigen Themen und die SPD versucht sich von den Grünen dadurch abzugrenzen, indem sie der CDU schneller zustimmt.

Die Kopfanalyse
Peer Steinbrück bleibt in den Medien und seine Werte steigen. Er stärkt seine Position für den Fall der Fälle. Das dürfte die Kampfeslust von Gabriell, Nahles und Steinmeier anheizen. Aber Peer Steinbrück hat gegenüber ihnen einen großen Vorteil. So griesgrämig wie viele ihn finden: Er kommt ehrlich rüber. Das ist dem Wähler aktuell am liebsten.

Das Urteil im Namen des Volkes: 24,9%

Tendenz: Der Abwärtstrend wird erneut bestätigt, die SPD ist an der unteren Kanalbegrenzung abgeprallt. Aber sie tut sich schwer, die Begrenzung nach oben zu erreichen. Verdächtig lange hält sich die SPD an der unteren Linie auf. Will man gar den negativen Trend verstärken?