*** Aktuelle BTW21 Prognose (13.12.2017 19:00:24 CET): CDU/CSU 31.3, SPD 21.1, AFD 13.2, GRÜNE 10.9, LINKE 9.5, FDP 8.8 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Das Kernproblem der Piraten

Die Piraten verlieren in der Politprognose seit nahezu 20 Wochen an Zustimmung. Der einstige Hype der jungen politischen Revolution befindet sich aktuell in einem Sinkflug von Titanic-ähnlichem Ausmaß.

Ist das nur die Gegenbewegung der Protestwähler oder ein Resultat der Parteiarbeit?

Sicherlich steckte in den Werten einst über 13 Prozent Mitte Mai 2012 eine Portion Protest. Doch allein das erklärt nicht den Absturz.

Denn das hieße, dass die Piraten machtlos gegen den Stimmenverlust wären. Man muss die Frage beantworten: Was haben die Piraten seitdem geleistet? Oder auf Grund mangelnder Regierungsbeteiligung: Was haben die Piraten seitdem öffentlich getan?

Kurz gesagt: Viel leisten konnten sie nicht. Dazu hatten sie auf Grund geringer Regierungsbeteiligung keine Chance. Daher beruhte ihr Tun vor allem auf Basis der Oppositionspolitik, die man entsprechend vermarkten sollte. Doch genau da liegt das Problem dieser Partei. Sie wird darin nicht wahrgenommen, weil sie sich scheinbar nicht wahrnehmen lassen will. Sie liefert andere Schlagzeilen. Das Beispiel beginnt mit der Piratenpolitikerin Schramm.

Jemand schreibt ein Buch

Julia Schramm schreibt ein Buch und bekommt dafür laut Medienangaben 100.00 Euro vorgestreckt. Ein Buch, das ein Bild eines 27 jährigen offenbar spät- pubertierenden im Netz gefangenen Mädchen zeigt, wäre eigentlich kaum der Rede wert. Es sei denn, Miss Roche hätte es verfasst. Dann hätte es aber wieder schmutzig und spitzzüngig werden müssen.

Wenn Schramm keine prominente Piratin wäre, wäre das Buch nicht veröffentlicht worden. Genüsslich feiert der politische Gegner ihre durch den Verlag verhinderte kostenlose Veröffentlichung des Buches per PDF. Und das obwohl genau dieses Thema im vollkommen Widerspruch zur Partei und zu ihren eigenen politischen Aussagen steht.

Frau Schramm hat bis heute nicht die ihr gestellte Falle begriffen: Ein Verlag hat ihr Geld dafür gegeben, um daran zu verdienen. Mag es auch zum Schaden der Autorin und deren Partei sein. Das muss nicht der Verlag abwägen. Ihre Entschuldigung könnte sein: Es ist nicht jeder 27-jährige Mensch in der Lage, diese Falle zu entdecken. Die Antwort ist kurz: Naivität kennt keine Grenzen und entschuldigt nicht. Wer politisch arbeitet, der muss diese Tücken kennen.

Es lebe das Urheberrecht

Einst bezeichnete Schramm den Begriff geistiges Eigentum als ekelhaft. Sie setze sich gegen Urheberrecht ein. Die jetzige Aktion enttarnt sie als Mensch, der politisch zweideutig handelt. Wie sind direkt und sagen: Die Wandlung der Frau Schramm ist vergleichbar ekelhaft wie ihre Meinung zum Urheberrecht.

Fortsetzung folgt.