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Der alte Mann und das Schreiben

Club of PoliticsNeues aus dem Altersheim: Günter Grass, bald 85-jähriges Vorbild der SPD-nahen Intellektuellen, hat wieder ein Gedicht geschrieben. Es ging diesmal nicht um sein Leben in der Waffen-SS.

Über sein Leben mit der Waffen-SS schrieb Grass einst: „Er werde die Waffen-SS in seiner Jugend als Eliteeinheit gesehen haben, die doppelte Rune am Uniformkragen sei ihm nicht anstößig gewesen. Er war nach eigenen Angaben während seiner Zugehörigkeit zur Waffen-SS an keinen Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges beteiligt, er habe darüber hinaus keinen Schuss abgegeben. Nach eigenen Angaben war er Ladeschütze und somit nur für das Nachladen, nicht aber für das Schießen zuständig.“

Stümperhaft und von schlechter Qualität ist das neue Gedicht, wir wollen es nicht abdrucken. Aber da der Name Grass darüber steht, wird es von der hohen deutschen Presse gedruckt. Da es also jeder druckt und auf Grund der schlechten Qualität des Werkes verzichtet der Club of Politics auf jene Zeilen.

Es ist nicht die Aussage des Gedichts. Die Aussage erweist sich als dumm. Es ist nicht die politische Diskussion. Dumm genug auf Basis eines solchen Schriebs. Es ist das Erschreckende, wie ein altes verstörtes selbsternanntes SPD-Gehirn mit Waffen-SS-Uniform, längst in den alten Geschichtsbüchern Deutschlands tot vermutet, mit einem Gedicht gleich einer Rolle Klopapier die Szenerie der Nachrichten erobern kann. Grass ist kein Teil des aktuellen Deutschlands. Grass ist ein Relikt des kalten Krieges.

Wir werten nicht das Gedicht. Israel, das sagt auch der Club of Politics, muss seine Politik des eineindeutig jüdischen Israel überdenken und korrigieren. Nicht weil der Club es fordert, sondern weil das Staat Israel sonst bald ohne Bündnispartner und ohne Existenzchancen sein wird. Nachbarn muss man mögen.

Doch Grass Gedicht hat damit nichts zu tun. Es ist ein intellektueller Fehlläufers eines veralteten deutschen Schriftstellers, der nicht mehr weiß, wo die Grenze und wo das Ende ist. Dass er die Kritik deswegen abweist, weil er sie als gleichgeschaltete Pressemeinung abtituliert, macht die Tatsache nur noch schlimmer.

Heinrich Böll blieb als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller bis zum Schluss ein streitbarer Geist auf hohem Niveau. Günter Grass hingegen lebt nur noch von seinem Namen und den Nobelpreis. Das genau ist die Gleichschaltung: Er wünscht, dass man ihn besser behandelt auf Grund von Marketing und Nobelpreis. So gesehen möge Gott uns einen Böll wiedergeben und wir ihn einen Grass opfern. Lieber das Ende einer Dienstfahrt als ein Haüten der Zwiebel.

Herr Grass, tun sie sich selber einen Gefallen: Kehren sie um zu ihren Romanen. Und verschonen sie uns mit ihren politischen Manifesten.