*** Aktuelle BTW17 Prognose (22.09.2017 07:45:54 CET): CDU/CSU 36.3, SPD 21.9, AFD 10.5, LINKE 9.5, FDP 9.4, GRÜNE 7.8 ... Klicken Sie auf den Text für weitere Details ... ***

Seehofer weiter vorn

Was die SPD auch macht, es reicht nicht aus. Seehofer bleibt in Bayern mit der CSU weiterhin auf Regierungskurs. Mit aktuell prognostizierten 42,7 Prozent bleibt die CSU die stärkste Fraktion im Landtag.

SPD mit 24 und die Grünen mit 11,8 Prozent kommen auf die Plätze 2 und 3. Damit kommen Rot und Grün nicht einmal in die Nähe der CSU-Werte. Das alte bayrische Spiel.

Das Zünglein an der Waage werden generell die Freien Wähler mit aktuell 8,1 Prozent sein.

Daraus könnten Rot und Grün ein Bündnis bilden, damit man knapp über die Werte der CSU kommen könnte. Doch es wäre keine Mehrheit. Man kann sich aktuell auch kaum vorstellen, dass die Grünen dauerhaft mit den Freien Wählern in einer Koalition leben wollten. Hinzukommt: Die Piraten haben aktuell noch mit 5,5 Prozent einen kleinen Teil des Fußes in der Tür zum Landtag. Das ist nicht mehr viel für die Piraten. Aber es stört die anderen.

Die Werte der Piraten nehmen stetig ab und der bayrische Parteichef wird diesem Verlust an Stimmen in der Prognose (Anfang des Jahres lag man bei fast 11 Prozent) irgendwann rechtfertigen müssen. Wenn er nur auf die problematische Bundeswahrnehmung der Partei verweist, dann zeigt er auf, dass er landespolitisch nichts inszenieren kann. Und das, wo er sich erst vor kurzem mit wenig eigenem Programm wieder an die Spitze wählen lassen hat. Das wäre Futter für die interne Opposition der Piraten.

Offenbar ist seine Partei nicht mehr sonderlich beliebt beim bayrischen Wählervolk. Wenn es so weitergeht, wird er wohl seine Kariere in seinem bisherigen Beruf fortsetzen müssen. Eine Randbemerkung: Mit FDP (2,1 Prozent) und Linke (irgendwo bei 1 Prozent) muss man aus jetziger Sicht nicht mehr rechnen.

Bei aller Illusion um das Zugpferchen Christian Ude: Die CSU wird aller Voraussicht nach ein Bündnis mit den Freien Wählern eingehen. Denn bei den Freien Wählern gibt es genügend ehemalige CSU-Mitglieder, die sich auf ein Bündnis mit der Mutter einlassen könnten.

CSU und Freie Wähler stehen sich politisch sehr nahe. Die aktuellen Werte und deren Entwicklung in den letzten 10 Monaten geben wenig Spielraum für eine spannende Endphase des Wahlkampfes. Diese Erkenntnis mag die Opposition frustrieren. Aber es ist kein wirklich neues Gefühl: In Bayern regiert die CSU. Allein oder mit einem Juniorpartner. Ein Münchner OB Christian Ude auf dem Weg in den Ruhestand ist als SPD-Spitzenkandidat kein Gegner für einen bundespolitisch und inzwischen auch kommunal sehr erfahrenen Seehofer aus der Ecke der CSU.